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„Plankton“: Zwei Websites zu Walter Kempowskis „kollektivem Gedächtnis“

Buchvorstellung: Wolfgang Ferchl (vor der Bühne),
auf der Bühne: Michael Rothmann (Schauspieler BE),
Volker Hage (Der Spiegel), Simone Neteler
(Herausgeberin), Marion Brasch (Moderatorin RBB)

Wie Knaus-Verleger Wolfgang Ferchlam Mittwoch Abend in Berlin bei der Buchvorstellung von Walter Kempowskis Plankton – ein kollektives Gedächtnis anlässlich einer Veranstaltung zum 85. Geburtstag des Autors im Berliner Ensemble bekannt gab, gibt es ab sofort zwei Websites zu „Plankton“.

Auf der einen kann man bei „Plankton“ Co-Autor von Walter Kempowski werden und sich ein individuelles Buch herstellen lassen (Preis: 88 Euro), indem man acht Fragen des Autoren beantwortet. Die Antworten werden durch einen Zufallsgenerator mit dem bestehen den Textpool gemischt und im „print on demand“-Verfahren gedruckt.

Auf der anderen Website kann sich ab sofort jeder dem „kollektiven Gedächtnis“ einschreiben, indem er zehn Fragen beantwortet, die denen Walter Kempowski nachempfunden sind. Zugang zu beiden Sites finden sich unter http://www.kempowski-plankton.de.

Walter Kempowski fragte gerne und viel, Menschen, die er kannte, aber auch unbekannte – zum Beispiel nach einem Gedicht, das im Gedächtnis geblieben ist, nach Reiseerlebnissen, nach der ersten Liebe. „Plankton fischen“ nannte Walter Kempowski diese Tätigkeit. Auf diese Weise trug er bis 2007 Tausende von „Erinnerungskristallen“ zusammen. In seiner Vorstellung sollte dieser Textpool, „Plankton-See“ genannt, auch nach seinem Tod immer weiter wachsen. Via Internet sollte jeder die Möglichkeit erhalten, selbst „Plankton zu fischen“ und es dem bereits Vorhandenen beizugeben.

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