„Amazon missbraucht seine Marktstellung derartig, dass man nur von Erpressung der Verlage sprechen kann“, wirft Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, dem Konzern vor. Um dem entgegen zu wirken fordert der Börsenverein für die Buchbranche nun eine neues Kartellrecht im digitalen Markt.
Ausgelöst durch die Auseinandersetzungen des Internetriesen mit Bonnier wird die marktbeherrschende Stellung Amazons deutlich. Laut Skipis habe dies das Potential den Buchmarkt komplett zu verwüsten und Strukturen zu zerstören, die Qualität und Vielfalt gewährleisten. „Es ist ein klarer Auftrag an die Politik und längst überfällig: die richtigen Ziele des Kartellrechts generell jetzt auch im digitalen Markt durchzusetzen“, sagt Skipis.