Der Kölner Verleger und Filmproduzent Hermann-Josef „Hejo“ Emons (vorn im Foto) wurde am vergangenen Samstag in Nürnberg in Würdigung seines Engagements für die deutschsprachige Kriminalliteratur und für sein verlegerisches Gesamtwerk im Bereich der Kriminalliteratur mit dem Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren 2014 ausgezeichnet.
Der Friedrich-Glauser-Ehrenpreis wurde vom SYNDIKAT, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur, im Rahmen der 28. Criminale in Nürnberg/Fürth verliehen.

Die Jury stellte vor allem Emons‘ Rolle als Pionier des Krimigenres heraus: Hejo Emons gründete seinen Verlag vor 30 Jahren. Eines der ersten Bücher war der Köln-Krimi „Tödlicher Klüngel“ von Christoph Gottwald. „Dieser begründete die Laufbahn Hejo Emons‘ als Deutschlands erstem Verleger für Regionalkrimis“, so die Jury.
Mittlerweile ist der Verlag Marktführer im Segment regionaler Kriminalliteratur. 2014, im Jubiläumsjahr des Verlages, erscheinen 150 Kriminalromane. Jenseits der Kriminalliteratur ist Emons auch durch die Reiseführerreihe „111 Orte, die man gesehen haben muss“ bekannt geworden. Zudem erscheinen regelmäßig Sachbücher, Kalender und Bildbände, außerdem betreibt Hejo Emons einen Hörbuchverlag in Rom.
Die Laudatio auf den Kölner Verleger hielt Autor Frank Schätzing, dessen Mittelalter-Krimi „Tod und Teufel“ erstmals im Emons Verlag erschien. In seiner Rede berichtete Schätzing von seinen Erinnerungen an das erste Treffen mit Emons und dessen Reaktionen auf Schätzings Idee zu „Tod und Teufel“. „Find ich gut“, war damals Emons‘ lakonische Einschätzung, die Frank Schätzing zum Autor und das Buch zum Bestseller machte. Schätzing würdigte insbesondere Hejo Emons‘ Mut bei der Förderung junger und unbekannter Autoren. Auch er selbst sei seinem langjährigen Freund zu Dank verpflichtet. Zum Zeitpunkt des ersten Treffens zwischen Emons und Schätzing hatte der spätere Bestseller-Autor bereits zahllose Absagen von Verlagen erhalten.
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