
„In diesem Saal würden Sie jede Wahl gewinnen“ sagte Christoph Amend zu Beginn der Buchpremiere und brachte damit die Stimmung in der Staatsoper im Schiller Theater auf den Punkt. Mehrere hundert Besucher verfolgten heute Vormittag die Buchpremiere von Hillary Clintons Entscheidungen (Droemer).
Die frühere amerikanische Außenministerin, die auch als Anwältin, Aktivistin, First Lady, Senatorin und Bestseller-Autorin bekannt ist, erwies sich im Gespräch mit ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend als kluge, witzige und schlagfertige Gesprächspartnerin. Im Mittelpunkt standen – wie in dem Buch – Clintons Jahre als Außenministerin. Neben der großen Politik ging es auch um Anekdoten aus ihrer Amtszeit, um Entscheidungen und die Herausforderungen des Lebens und um die Kleidung von Politikerinnen.
Auf die Frage, ob Hillary Clinton sich um das Präsidentenamt bewirbt, musste das Publikum bis zum Schluss warten. Und sie blieb unbeantwortet. Immerhin versprach Clinton ihrem Gesprächspartner eine E-Mail zu schicken, wenn sie sich entscheidet. Für
die Antwort auf die Frage, wer die Rolle der Hillary Clinton spielen soll, wenn das Leben der Clintons in Hollywood verfilmt wird, musste sie allerdings nicht lange überlegen: Meryl Streep.
Das Berliner Publikum hat Hillaty Clinton überzeugt: Vor den Büchertischen von Dussmann das Kulturkaufhaus bildeten sich nach der Veranstaltung lange Schlangen. Das lag wohl auch daran, dass Clinton im Vorfeld – zwischen mehreren Interviewterminen – eifrig signiert hatte.
Die Veranstaltung im Schiller-Theater war die einzige öffentliche Vorstellung von Hillary Clinton in Deutschland. Weitere Stationen ihrer Lesereise durch Europa sind London und Paris. Wer heute Abend noch nichts vorhat: Hillary Clinton ist um 21.45 Uhr in der ARD-Sendung Günter Jauch zu Gast.
ml