Neues (und Sensationelles) von Truman Capote: Mehrere bisher unveröffentlichte Werke des amerikanischen Kultautors wurden von Kein & Aber-Verleger Peter Haag und der Herausgeberin der Capote-Werkausgabe Anuschka Roshani gefunden. Eine Auswahl der Texte wird am 9. Oktober im ZEITmagazin weltweit zum ersten Mal veröffentlicht.
Bei den Neuentdeckungen handelt es sich um rund zwanzig Erzählungen sowie ein gutes Dutzend Gedichte, die der amerikanische Schriftsteller als Teenager während seiner High-School-Jahre zwischen 1935 und 1943 schrieb. In diesen frühen Kurzgeschichten, die oft außerhalb der gewöhnlichen Erfahrungswelt eines Halbwüchsigen spielen, beweist er sich bereits als großer Stilist.
30 Jahre lang haben die Texte unentdeckt in Public Library von New York gelegen, dort ist Capotes in 34 Pappkartons aufbewahrt. Wie aber konnten diese Schätze so lange unentdeckt bleiben? Weil die Bibliothek kein Geld habe, alle Nachlässe auszuwerten, und weil die Amerikanistik in den USA sich noch nicht auf Capote gestürzt habe, weiß Anuschka Roshani.
In der nächsten ZEITmagazin-Ausgabe erscheinen die vier Kurzgeschichten „Miss Belle Rankin“, „Samstagnacht“, „Das hier ist von Jamie“ und „Das Grauen im Sumpf“ zusammen mit einem Bericht, wie der Fund überhaupt möglich geworden ist. In Buchform werden die frühen Erzählungen im Herbst 2015 auf Englisch bei Random House, New York und auf Deutsch bei Kein & Aber erscheinen.







