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Bienenbütteler Tagebuch 8 – Heute: Brigitte Ebersbach

Brigitte Ebersbach

Am 5. November wurde die inzwischen 5. Ausgabe der Bienenbütteler Buchwoche in der Gemeindebücherei eröffnet. Diese Woche dreht sich in Bienenbüttel alles um Literatur aus unabhängigen Verlagen (zehn von ihnen präsentieren ihr Programm).

Wie bei der „Erstausgabe“ des Literaturfestivals, hat buchmarkt.de die Mitwirkenden gebeten, ein Bienenbütteler Tagebuch zu führen.

Heute: Verlegerin Brigitte Ebersbach:

Am Nachmittag des 15. Novembers sollte das Grau des Herbstes im Gespräch am Kaffeetisch im Dorfgemeinschaftshauses Bienenbüttel-Hohnsdorf vertrieben werden. Und genau so war es – kein Grau weit und breit. Die Anreise mit dem Auto von Berlin nach Bienenbüttel am Samstag war nicht verregnet, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte; dafür hatte sie länger gedauert, weil mein altes Navigationsgerät uns fast über Hamburg geleitet hat.

Uns – das war mein Mann, der am Steuer saß, während ich auf dem Rücksitz noch mal das Programm änderte; zwei Titel wollte ich den Bienenbütteler Literaturfreunden unbedingt noch vorstellen, das hieß kürzen und umstellen. Schnell war die einmal eingeschlagene Route nicht, aber schön, zumindest nach Verlassen der Autobahn rollten wir auf der B4 durch einen bunten, herbstlichen Laubwald und trafen rechtzeitig in Bienenbüttel ein.

Die Buchhändlerin erwartete uns vor der Buchhandlung und lotste uns zum Dorfgemeinschaftshaus, in dem es schon mollig warm war. Die Landfrauen hatten die Tische gedeckt und empfingen uns und die zeitgleich eintrudelnden Gäste mit Kaffee und Kuchen. Nach den kulinarischen Süßigkeiten lauschte das Publikum in gemütlicher Atmosphäre den wilden Lebensläufen der Frauen der 20/30er Jahre. In der Pause, in der noch einmal Kaffee nachgereicht wurde, fanden eifrige Gespräche unter den Tischnachbarn statt, ebenso eifrig wurde der Büchertisch gestürmt. Beendet habe ich meine Büchervorstellung mit einigen Zitaten aus dem Buch „Sunwise Turn“, einer Liebeserklärung an die Welt der Bücher von Madge Jenison, die 1916 mit ihrer Freundin in New York eine Buchhandlung gegründet hatte, in der der Kauf eines Buches ein aufregendes Erlebnis sein sollte. Ich glaube, die Kaffeeklatsch-Lesung an diesem „magischen Ort“ war für alle auf- und anregend.

Dank an alle Organisatoren, die mit dieser 5. Bienenbütteler Buchwoche das Buch zum Erlebnis gemacht haben und den Gästen vermittelt haben, dass „so viel Lebenskraft und Lebensfreude in Büchern“ (Madge Jenison) steckt.

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