
Im voll besetzten Kulturklub „schon schön“ in Mainz überreichte gestern Kulturministerin Vera Reiß den diesjährigen Rheinland-Pfälzischen Jugendbuchpreis „Goldene Leslie“ an Rainer Wekwerth (Foto) für seinen Jugendthriller Das Labyrinth erwacht (Arena). Im Rahmen der Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“ verlieh das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur den mit 2.000 Euro dotierten Jugendjurypreis. Nach der „Segeberger Feder“ und der „Ulmer Unke“ wurde nun der Auftakt der „Labyrinth“-Trilogie zum dritten Mal von einer Jugendjury als bestes Jugendbuch ausgezeichnet.
Durch das Programm führte 3sat Kulturzeit-Redakteurin Ariane Binder, die auch „Vorjurymitglied“ Dr. Anke Vogel vom Institut für Kulturwissenschaften der UNI Mainz sowie Vertreter der Jugendjury zu Gast hatte. In der vorangestellten Gesprächsrunde betonte Kulturministerin Reiß, dass der Leseförderung in Rheinland-Pfalz eine besondere bildungs- und kulturpolitische Bedeutung zukomme. Die bereits zum neunten Mal verliehene „Goldene Leslie“ sei dabei ein wichtiger Baustein neben vielen weiteren die das Ministerium im Rahmen der Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“ unterstütze, um das Lesen zu fördern.
Einen ganz persönlichen Einblick in das Preisträgerbuch „Das Labyrinth erwacht“ gaben die drei Mitglieder der Jugendjury, Fine Kroke, Marisa Rodriguez Moreno und Katharina Bales, als sie ihre Lieblingsstellen aus dem Siegertitel vorlasen. In ihrer anschließenden Laudatio verlas Vera Reiß die Begründung der Jugendjury für ihre Wahl: „Das Labyrinth erwacht“ sei „verdammt spannend.“ „Der Handlungsaufbau mit seinen überraschenden Wendungen sei eine große Stärke des Buchs, aber auch die glaubhafte Zeichnung der einzelnen Figuren überzeuge. Man könne sich sehr gut in die verschiedenen Protagonisten einfühlen und fiebere mit, wer von ihnen das mörderische Spiel des Labyrinths überlebt.“
Sehr dankbar sei er für diese Auszeichnung der Jugendjury und natürlich hoch erfreut, so Rainer Wekwerth bei der anschließenden Preisübergabe. Dass seine Geschichte um die sieben in einem Labyrinth gefangenen Jugendlichen bei denen so gut ankommt, für die er „Das Labyrinth“ geschrieben habe, erfülle ihn daher mit großem Stolz. Auf die Frage, warum er das Setting der verschiedenen Ebenen gewählt habe, antwortete der Autor: „Ich wollte herausfinden, wozu der Mensch imstande ist, wenn er Extremsituationen ausgesetzt wird. Dabei interessieren mich die Fragen: Was ist wahre Freundschaft? Was ist wahre Liebe? Gehe ich über Leichen, um mein Überleben zu sichern? Dafür musste ich meine Figuren in diese Welten schicken und sie enormem Druck aussetzen. Beim Schreiben entwickelten sich dann die Figuren und ich erlebte, dass vermeintliche Feiglinge sich unter dem Einfluss von
Freundschaft zu wahren Held entwickeln.“







