
Gestern Abend hatte Verleger Peter Koebel in seinen Concept Store in der Jordanstraße in Frankfurt-Bockenheim zu einer besonderen Lesung eingeladen [mehr…].
Erstmals war eine Autorin, Sibylle Nicolai, die (noch) nichts bei michason & may veröffentlicht hat, zu Gast und stellte ihr neues Buch vor. „Warum nicht? Der Krimi passt gut in unser Konzept“, begründete Peter Koebel seine Entscheidung.
Der kleine Verkaufsraum war sehr gut besucht und proppenvoll. Sibylle Nicolai las aus Pneumatischer Busen & ‘n Bembel voll Baileys, „eine satirische Geschichte aus dem schön-schräg-schrillen Milieu der Travestie“, wie der Untertitel verrät. Dabei geht es allerdings nicht nur um Mord in der Mainmetropole, auch die Frankfurter Medienlandschaft bekommt ihr Fett weg.
Das Buch ist beim Selbstverleger epubli als E-Book oder Taschenbuch bestellbar.
Nach der gelungenen Präsentation liefen die Leute nicht gleich auseinander, schauten sich noch im Laden um, plauderten, kauften ein. „Genauso stelle ich mir das vor“, sagt Koebel. Seit einem Dreivierteljahr gibt es den Concept Store, „er läuft gut“, bilanziert der Verleger. Im Sommer sei viel Betrieb gewesen, die Leute wären gekommen und hätten neugierig nach dem Konzept des Verlages mit Laden gefragt.
Neben eigenen Büchern bietet der Store auch passende Regionalia aus anderen Verlagen sowie ein kleines Sortiment ausgewählter Nonbooks, darunter Weine, an.
„Ich bin kein Muster für die Branche, wie eine Studentin vermutete, die sich in ihrer Abschlussarbeit mit verschiedenen Möglichkeiten des Verlegens und Verkaufens beschäftigt. Ich will authentisch sein und sehe im Concept Store einen guten Weg für mich“, erklärte Koebel.
Im nächsten Jahr plant der Verlag michason & may vier neue Titel; zwei Romane, einen neuen Band über Paris in der Reihe City Walking sowie weitere Prosa-Pop-Erzählungen.
Außerdem besteht der Verlag im Januar 2015 seit fünf Jahren. „Das muss natürlich gefeiert werden“, findet Peter Koebel.
JF







