
Claus Keller wird heute 50 Jahre alt. Hans-Werner Serwe gratuliert dem Verlagsvertreter zum runden Geburtstag:
„Als Herr Bilbo Beutlin von Beutelsend ankündigte, dass er demnächst zur Feier seines einundelfzigsten Geburtstages ein besonders prächtiges Fest geben wolle, war des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende.“ So beginnt Tolkiens „Herr der Ringe“, und wenn man Hobbingen durch Kummerfeld ersetzt und aus dem „einundelfzigsten“ den „fünfzigsten“ macht, dann weiß man, dass hier nur Claus Keller gemeint sein kann. Claus Keller, über 25 Jahre Vertreter für DTV, Klett-Cotta und weitere interessante Verlage.
Und so wenig man Bilbo sein hohes Alter an seinem Geburtstag ansah, hat man auch bei Claus Keller den Eindruck, der kann doch keine Fünfzig sein. Achtzehn Jahre ist es her, seit die Vertretercrew um Uwe Josephi, Christoph Viering, Horst Gumpelmayr und Ulrike Raapke auf die große Reise nach Mittelerde ging. Die genannten vier Altmeister(innen) genießen heute ihren Ruhestand. Die damals jungen Wilden begleiten Bilbo noch heute. Der letzte Teil des „Hobbit“ ist gerade in die Kinos gekommen, und das ungewöhnlichste Verlagsvertreterteam Deutschlands bereist den Norden und Westen: Bärbel Schmidt und Claus Keller.
Man könnte auch sagen: Dora Heldt und Max Rabe. Dora Heldt ist Bärbel Schmidt und Claus Keller könnte Max Rabe sein. Immer charmant, immer jugendlich aussehend und gut gekleidet, und ein spitzbübisches Lächeln, so erwarten ihn die Buchhändler(innen). Ob er so singen kann wie Max Rabe, weiß ich nicht. Max Rabe hat im Kirchenchor und in der Kantorei seiner Schule gesungen, Claus meines Wissens nicht.
Max Rabe hat in Filmen wie „Der bewegte Mann“ und „Charleys Tante“ mitgespielt. Das würde ich Claus auch zutrauen. Den Soundtrack des Films „Die Reise ins Glück“ komponierte Max Rabe, Claus Keller lebt es. Er hat drei Kinder und eine tolle Frau, Susanne, die natürlich gelernte Buchhändlerin ist. Und dort arbeitet, wo Claus seine Buchhandelslaufbahn begonnen hat – bei Thalia. Es ist nicht überliefert, ob er der beste Auszubildende war, der je bei Thalia geschult wurde, aber bestimmt einer, der dort nicht vergessen wird. Jedenfalls war klar, dass Claus Keller dort nicht bleiben konnte, eine Buchhandlung war zu wenig für ihn. Ob er allerdings schon mit Anfang Zwanzig begeistert war, die Verlagsvertretung seines Vaters Axthelm zu übernehmen, ist unklar.
Ich jedenfalls bin sehr froh, dass ich durch die Vertreterei Claus kennengelernt habe. Als Freund und Weggefährten. Wir freuen uns auf Deinen Geburtstag und auf weitere einundsechzig Geburtstage bis zum einundelfzigsten.
Wer auch gratulieren möchte: keller.claus@dtv.de
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