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Fünf historische Neuerscheinungen – monatlich ausgewählt von DAMALS

DAMALS – Das Magazin für Geschichte berichtet jeden Monat über spannende Geschichtsthemen. In jeder Ausgabe gibt es zahlreiche Rezensionen von Büchern, Hörbüchern und Filmen. Seit Jahren zeichnet die Redaktion gemeinsam mit einer prominent besetzten Jury zudem die besten historischen Sachbücher des Jahres aus.

Hier fünf der Rezensionen aus dem neuen Heft:

Elke Stein-Hölkeskamp hat zum archaischen Griechenland ein anschaulich geschriebenes Buch voller neuer Erkenntnisse und instruktiver Abbildungen vorgelegt, urteilt Wolfgang Schuller. Besonders hebt Schuller hervor, dass die Autorin die vielen neuen archäologischen Forschungsergebnisse berücksichtigt und allzu einfache Erklärungsmodelle für diese quellenmäßig so schwer greifbare Zeit zurückweist.

Elke Stein-Hölkeskamp Das archaische Griechenland: Die Stadt und das Meer (C.H. Beck)

Wilhelm und Johanna Schischa aus Wiener Neustadt wurden 1941 in das Ghetto Opole Lubelskie in Polen deportiert. Die Edition von 114 ihrer Briefe an Familienangehörige vermittelt einen plastischen Eindruck von ihren Alltagssorgen, Ängsten und Nöten. Der einordnende Kommentar lässt allerdings Manches offen, kritisiert Markus Roth.

Wilhelm und Johanna Schischa Was mit uns sein wird, wissen wir nicht. Briefe aus dem Ghetto Hrsg. v. Gustav Freudmann (Styria)

Einst wurden sie als Reliquien in katholischen Kirchen verehrt, die „Katakombenheiligen“. Ihre edelsteingeschmückten Gebeine stammten von in den römischen Katakomben bestatteten Christen aus dem 2. bis 5. Jahrhundert. Paul Koudounarisist ihren Spuren ohne Sensationslust nachgegangen und präsentiert über 70 Beispiele dieser morbiden Kunstwerke. Von Heike Talkenberger

Paul Koudounaris Katakombenheilige. Verehrt, verleugnet, vergessen (Grubbe Media)

Eine faszinierende Sicht auf das Istanbul des frühen 20. Jahrhundert eröffnet das Buch von Charles King. Das Istanbuler Luxushotel „Pera Palas“ war das Epizentrum des lebendigen, multikulturellen Europäerviertels Pera, von dem King ebenso mitreißend erzählt wie von der Revolution des Atatürk, findet Heike Talkenberger.

Charles King Mitternacht im Pera Palace. Die Geburt des modernen Istanbul (Propyläen)

Die vielfältigen sexuellen Beziehungen im Spannungsfeld von Zwang und Liebe, die sich zwischen deutschen Wehrmachtssoldaten und polnischen Frauen in den besetzten Gebieten entwickeln konnten, hat Maren Röger eindrucksvoll analysiert. Sie erweitert damit die Geschichte des nationalsozialistischen Besatzungsalltags um einen wichtigen Aspekt. Von Heike Talkenberger

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