Ein strahlender Verleger, ein strahlendes Fest: Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums feierte die Berliner Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (MWV) am Freitagabend ein großes Geburtstagsfest im Literarischen Colloquium am Wannsee.
Der Regen hatte rechtzeitig zur Begrüßungsansprache aufgehört und Verleger und Gründer Dr. Thomas Hopfe konnte auf der Terrasse mit seinen Gästen Crémant anstoßen. Knapp 200 Kollegen, Autoren, Freunde und Familienangehörige waren geladen, darunter viel Prominenz aus der Medizinbranche.
Hopfe bedankte sich in einer Begrüßung auf sehr herzliche Art und Weise bei seinen Mitarbeitern: „Ihr seid das beste Team, das ich mir je hätte denken können.“ Und er verneigte sich vor dn Autoren: „Sie haben den Verlag groß gemacht.“

Insgesamt hat Hopfe in den zehn Jahren des Bestehens rund 3.500 Autoren unter Vertrag genommen: „die Elite der deutschsprachigen und vielfach internationalen Experten.“ Viele von ihnen seien im Laufe der Zeit zu Freunden geworden, so Hopfe. Das Publikum erfuhr, dass seit der Verlagsgründung fast 300 Titel erschienen sind und im Moment etwa 40 neue pro Jahr hinzu kommen. Eine erstaunliche Leistung, denn Hopfe stemmt die Produktion mit nur vier Vollzeitkräften und einigen freien Mitarbeitern.
Die Programmschwerpunkte liegen bei den Themen Management im Gesundheitswesen, AINS (Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin), Innere Medizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie. Dabei hat Hopfe ein feines Gespür, die richtigen Themen, Autoren und Konzepte zusammenzubringen. Als weiteres Erfolgsrezept nannte er die persönliche Autorenpflege. „Ich sehe mich als Coach, Berater und Promoter unserer Autoren.“
Mit dieser ebenso qualitäts- wie kundenorientierten Produktpolitik hat sich Hopfe einen guten Ruf in der Branche erarbeitet, wie in den warmherzigen Grußworten namhafter Vertreter aus Medizin und Gesundheitswirtschaft deutlich wurde. Mit gekonnter Rhetorik bescheinigten Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Prof. Dr. Frank Häßler und Prof. Dr. Volker E. Amelang dem Verleger eine glückliche Hand beim Finden und Halten von Mitarbeitern, einen starken Rückhalt in der Familie und eine faszinierende Reibungslosigkeit beim Umgang mit den Autoren, der mal mahnend, mal unterstützend sei: Hopfe sei mit der MWV eine ungewöhnliche Durchdringung des Marktes gelungen, denn mittlerweile finde man medizinische Fachkompetenz bei Springer, Thieme, Hopfe. „Und manchmal ändert sich auch die Reihenfolge.“

Hopfe versteht nicht nur sein Metier als Verleger, er hat auch selbst als Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin Erfahrungen gesammelt, bevor er vor einem Vierteljahrhundert seinen weißen Kittel gegen eine Tätigkeit in medizinischen Fachverlagen eintauschte (zuletzt war er Bereichsleiter Medizin im Springer Verlag). Und er versteht etwas vom Feiern. Alles war bestens vorbereitet und jedem Gast überreichte Hopfe zur Begrüßung ein Booklet mit der Gästeliste, der Speisenfolge, der Verlagsgeschichte und den Namen der Autoren und Partner.
Die Atmosphäre war sehr freundschaftlich und entspannt und die hochkarätige Gesellschaft genoss die italienischen Köstlichkeiten ebenso wie die Gespräche und die spektakuläre Aussicht auf den Wannsee. An diesem Abend wurde noch lange gefachsimpelt, getanzt und auf das Verlagsmotto angestoßen: Wissen ist Zukunft.
ml






