
DAMALS – Das Magazin für Geschichte berichtet jeden Monat über spannende Geschichtsthemen. In jeder Ausgabe gibt es zahlreiche Rezensionen von Büchern, Hörbüchern und Filmen. Seit Jahren zeichnet die Redaktion gemeinsam mit einer prominent besetzten Jury zudem die besten historischen Sachbücher des Jahres aus.
Hier fünf der Rezensionen aus dem neuen Heft:
Augustinus (354−430), Lehrer, Schriftsteller und Klostergründer, hat ein immenses Werk hinterlassen: Abhandlungen und Streitschriften, Predigten und Briefe – insgesamt 5,2 Millionen Wörter. In seiner neuen Augustinus-Biographie zeigt sich Klaus Rosen als kundiger Pfadfinder nicht nur durch dieses Werk, sondern auch durch das Leben des Augustinus und seine Welt, lobt Norbert Ohler.
Klaus Rosen Augustinus. Genie und Heiliger. Biographie. (Zabern)
Der Genozid an den Armeniern geschah vor 100 Jahren. Während das Deutsche Reich dabei insgesamt eine unrühmliche Rolle spielte, setzten sich einzelne wie der deutsche Konsul Walter Rößler engagiert für die Rechte der Verfolgten ein. Diesem mutigen Netzwerker für die Armenier hat Karl Seyffahrt eine lesenswerte Biographie gewidmet. Von Klaus Kreiser
Karl Seyffahrt Entscheidung in Aleppo. Walter Rößler (1871-1929). Helfer der verfolgten Armenier (Donat)
Fast modern wirkende Porträtbüsten, feinziselierte Goldarbeiten oder expressive Wandmalereien: Die Etrusker haben uns wunderbare Kunstwerke hinterlassen, die man in dem schönen und kenntnisreich geschriebenen Band von Friederike Bubenheimer-Erhart bewundern kann. Von Heike Talkenberger
Friederike Bubenheimer-Erhart Die Etrusker (Zabern)
Mit barocker Repräsentationsarchitektur, mit Festen und neuen Zeremonien wollte das Papsttum nach dem Trienter Konzil seinen Machtanspruch manifestieren. Von dem prachtvollen Bildband von Roberto Cassanelli, der den Vatikan als Gesamtkunstwerk zeigt, ist Heike Talkenberger sehr beeindruckt.
Roberto Cassanelli (Hrsg.) Der Vatikan. Architektur – Kunst – Zeremoniell (Belser)
„Wir sind alle deutsche Juden!“, so lautete 1968 der Schlachtruf der Pariser Studenten, die Daniel Cohn-Bendit, einen ihrer Wortführer, gegen die französische Regierung unterstützten. Sebastian Voigt untersucht, welche Rolle die jüdische Abstammung einiger ihrer Protagonisten für die Studentenrevolte spielte. Von Heike Talkenberger
Sebastian Voigt Der jüdische Mai ’68. Pierre Goldman, Daniel Cohn-Bendit und André Glucksmann im Nachkriegsfrankreich (Vandenhoeck& Ruprecht)