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Buchhändler aus Deutschland und der Schweiz auf Entdeckungsreise in Wien

Teilnehmer des ARGE-Buchhändler-Workshops in Wien (2.Reihe vorne links: Organisatorin Henrike Blum)

Am vergangenen Wochenende begaben sich 19 Buchhändlerinnen und Buchhändler aus Deutschland und der Schweiz auf eine Entdeckungsreise durch die Vielfalt österreichischer Privatverlage. Sie waren einer Einladung der ARGE (Arbeitsgemeinschaft Österreichische Privatverlage) nach Wien gefolgt und nahmen viele Anregungen aus den Präsentationen von 17 Programmen (s. unsere Bildergalerie) mit nach Hause. Umgekehrt erhielten die Verleger und Vertriebskollegen Ideen, wie sich die Zusammenarbeit verbessern lässt – reger Austausch fand nicht nur im Seminarraum, sondern auch beim kulturellen Rahmenprogramm und beim Heurigen statt.

Dass sich im Nachbarland zahlreiche Titel entdecken lassen, die ein Sortiment bereichern können, zeigten die Verlage Bibliothek der Provinz, Braumüller, Czernin, Drava, Droschl, Edition Korrespondenzen, Folio, Haymon, Jung und Jung, Löcker, Milena, Otto Müller, Picus, Promedia, Ritter, Sonderzahl und Wieser. Allesamt kleinere Unternehmen, die mit viel Herzblut ihre Titel publizieren und für sie einstehen. Dabei liegt der Marktanteil aller österreichischen Verlage in Deutschland noch bei unter 0,5 Prozent (s.a. BuchMarkt 9/2015). Der Workshop in Wien sei nicht als Vertreterbörsen gedacht, betonte der ARGE-Sprecher Alexander Potyka (Picus) bei der Begrüßung, vielmehr als „gemeinsamer Blumenstrauß“.

„Wir können nicht davon existieren, was die Leute brauchen, sondern von dem, was sie haben wollen“, so Potyka weiter, und damit sitzen kleinere Verlage wohl in einem Boot mit den stationären Sortimenten, insbesondere den inhabergeführten. Das „Ermutigungswochenende“ sollte dazu beitragen, Titel zu entdecken, die Mitbewerber nicht kennen und zeigen – und dieser Effekt wurde, auch dank der professionellen und sympathischen Organisation von Henrike Blum (Literaturbüro Wien), nachhaltig erreicht.

Mit zahlreichen Lese-Exemplaren, Ideen für Veranstaltungen und bereichert durch den Austausch mit Verlegern wie Buchhandelskollegen, klang am Sonntag Nachmittag der Workshop in Wien mit viel gegenseitiger Wertschätzung aus. Das Einzige, das zu kurz kam, war die Lesezeit für die neu entdeckten Bücher – aber die wird in den kommenden Wochen sicher nachgeholt.

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