
Morgen Abend wird im Fotografie Forum Frankfurt in der Braubachstraße die Ausstellung Beyond Transisi. Contemporary Indonesian Photography eröffnet. Heute bereits konnten die Medienvertreter in einer Preview die Exposition sehen.
Neun Fotografen, geboren zwischen 1960 und 1990, zeigen Schlüsselwerke, die Einblicke in das Inselreich gewähren und verschiedene Aspekte ins Bild setzen sowie in Videos präsentieren. Dazu sind opulente Bildbände der Künstler zu sehen.
Kuratorin Celina Lunsford war im Frühjahr selbst in Jakarta, betrachtete die Werke von 30 Fotografen und entschied sich gemeinsam mit den Künstlern und Kulturverantwortlichen vor Ort für Bilder von neun Fotografen: Octa Christi, Fanny Octavianus, Jay Subyakto, Rony Zakaria, Muhammad Fadlis, Kemal Jufri, Paul Kadarisman, Andi Ari Setiadi und Oscar Motuloh. Einige dieser Fotografen veröffentlichten nicht nur in Indonesien, sondern auch in internationalen Magazinen und Zeitschriften und wurden mit diversen Preisen geehrt.
Goenawan Mohamad, Leiter des Ehrengastkomitees, und Celina Lunsford konnten zur Preview Rony Zakaria, Muhammad Fadlis und Kemal Jufri begrüßen.
Rony Zakaria beschäftigt sich in einer seiner drei Serien beispielsweise mit dem Zuckerrohranbau – Indonesien belegt den neunten Rang in der weltweiten Produktion von Zuckerrohr.
Muhammad Fadlis hat sich auf dem Banda-Archipel, 3000 Kilometer von Jakarta entfernt, umgesehen. Die Muskatnuss machte diese Inseln einst weltberühmt, früher wuchs das Gewürz nur hier. Auch heute noch ist der Anbau der Muskatnuss der wichtigste Wirtschaftszweig auf Banda.
Kemal Jufri gewann 2011 den World Press Photo Award für seine Fotografien vom Vulkanausbruch des Mount Merapi – ein großformatiges, beeindruckendes Bild ist in der Ausstellung zu sehen.
Indonesiens Hauptstadt Jakarta ist mit fast 10 Millionen Einwohnern die größte Stadt Südostasiens. Sie scheint nie still zu stehen – bis auf den Car Free Sunday, an dem die Autos nicht über die breiten Boulevards jagen. Die Fotos dieser leeren Straßen muten seltsam an. Das Kontrastprogramm läuft auf dem Monitor schräg gegenüber: die Klanglandschaft der Stadt Jakarta.
Die Ausstellung ist bis zum 15. November zu sehen und wird von einem Programm mit Führungen und Künstlergesprächen begleitet. „Das Fotografie Forum Frankfurt ist ein guter Ort. Hier kann man nicht nur die Bilder in Ruhe betrachten, sondern auch ungestört in den Büchern blättern“, erklärte Goenawan Mohamad. Und man wird zur Buchmesse auch hin und wieder auf eine der mobilen Garküchen treffen – das jedenfalls hat das Fotografie Forum schon geplant.
JF







