Der Preis der Frankfurter Buchmesse für die Beste Internationale Literaturverfilmung geht in diesem Jahr an den US-Filmregisseur Todd Haynes für „Carol“. Der Film beruht auf dem 1952 erschienenen Roman The Price of Salt (Carol – Salz und sein Preis, Diogenes) von Patricia Highsmith
Die mit Cate Blanchett und Rooney Mara herausragend besetzte Produktion lief in diesem Jahr im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes, wo Rooney Mara den Preis als „Beste Darstellerin“ erhielt.
Der Preis der Frankfurter Buchmesse für die Beste Internationale Literaturverfilmung wird am 20. Oktober anlässlich der Deutschlandpremiere des Filmes in Berlin an Todd Haynes verliehen. Am 17. Dezember startet „Carol“ in den deutschen Kinos.
„Seit Jahren arbeiten wir erfolgreich daran, die Zusammenarbeit zwischen der Verlags- und der Filmbranche zu intensivieren und das hier vorhandene Potential kontinuierlich auszubauen“, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. „Mit diesem Preis wollen wir außergewöhnliche Literaturverfilmungen ins Rampenlicht rücken – und die literarischen Vorlagen, die zu diesen Produktionen inspiriert haben.“ Neben der Verleihung des Preises für die beste Internationale Literaturverfilmung, die von 2004 bis 2014 im Rahmen der Hessischen Film- und Kinopreise verliehen wurde, veranstaltet die Frankfurter Buchmesse in Kooperation mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin den Stoffemarkt „Books at Berlinale“ und bietet während der Messetage mit StoryDrive und anderen Konferenzformaten Impulse zum cross-medialen Denken und Verwerten.
Über „Carol“: Im New York der 1950er-Jahre führt Carol Aird (Cate Blanchett) eine unerfüllte Ehe mit ihrem wohlhabenden Mann Harge (Kyle Chandler). Sie lernt die junge Therese (Rooney Mara) kennen, die in einem Kaufhaus arbeitet und von einer Karriere als Fotografin träumt. Auf einer gemeinsamen Reise entwickelt sich eine ganz besondere Bindung zwischen ihnen – und schließlich die große Liebe. Harge akzeptiert das neue Glück seiner Frau jedoch nicht: Er beauftragt einen Privatdetektiv damit, dem frisch verliebten Paar zu folgen und entscheidende Beweise für das laufende Scheidungsverfahren zu sammeln. Carol muss schon bald um das Sorgerecht für ihre geliebte Tochter kämpfen.
„In aufwändig komponierten Aufnahmen lässt Todd Haynes die repressiven 1950er Jahre wiederaufleben. Er erzählt in „Carol“ eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, die sich über die engen gesellschaftlichen Moralvorstellungen hinwegsetzen. Wie schon in „Dem Himmel so fern“ zeigt Todd Haynes auch hier ein Kino der großen Gefühle, ohne kitschig oder sentimental zu wirken“, begründet Juergen Boos die Auswahl.