
26 Literaturkritikerinnen und -kritiker nennen monatlich – in freier Auswahl – vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie „möglichst viele Leser und Leserinnen“ wünschen.
1. DANIEL ANSELME: Adieu Paris }([Arche)
2. PATRICK MODIANO: Damit du dich im Viertel nicht verirrst (Hanser)
3. NORA BOSSONG: 36,9° (Hanser)
4. JOAN SALES: Flüchtiger Glanz (Hanser)
5.-6. KATHARINA HACKER: Skip (S. Fischer)
WERNER SÖLLNER: Knochenmusik (Edition Faust)
7. JAVIER MARIAS: So fängt das Schlimme an (S. Fischer)
8.-10. JANE GARDAM: Ein untadeliger Mann (Hanser Berlin)
ULRICH PELTZER: Das bessere Leben (S. Fischer)
ANGELA STEIDELE: Rosenstengel. Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II. (Matthes & Seitz)
Persönliche Empfehlung im November von Hubert Winkels (Köln):
J.J. ABRAMS, DOUG DORST: S.- Das Schiff des Theseus (Kiepenheuer & Witsch)
„Postmoderne Spielereien mit dem Roman als Gattung gibt es viele. Auch komplizierte darunter. Doch was der ´StarTrek´- und ´StarWars´-Regisseur J.J. Abrams da mithilfe des Autors Doug Dorst an Fiktionen in Fiktionen produziert hat, ist insofern revolutionär, als es das Buch selbst als materielles Medium umbaut. Es wird zum Behälter für nahezu alles, was flach genug ist, um zwischen zwei Seiten zu passen: Postkarten, Fotos, Karten, Pläne, Zettel und überhaupt. Dies technisch herzustellen, dies auf Deutsch zu wiederholen, ist eine enorme Herausforderung für jeden SetzerDruckerHerstellerVerleger usw. Und dann riechen die Seiten des aufgepoppten alten Abenteuerromans, der darin versteckt ist, auch noch nach dem historischen Muff einer genau sechsundsechzig Jahre alten Bibliothek.“