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Fünf historische Neuerscheinungen – monatlich ausgewählt von DAMALS

DAMALS – Das Magazin für Geschichte berichtet jeden Monat über spannende Geschichtsthemen. In jeder Ausgabe gibt es zahlreiche Rezensionen von Büchern, Hörbüchern und Filmen. Seit Jahren zeichnet die Redaktion gemeinsam mit einer prominent besetzten Jury zudem die besten historischen Sachbücher des Jahres aus.

Hier fünf der Rezensionen aus dem neuen Heft:

Die Wissenschaftshistoriker Daniel Rosenberg und Anthony Grafton präsentieren die schon seit Jahrhunderten andauernden Versuche, das historische Weltgeschehen in tabellarischen oder graphischen Übersichten abzubilden. Ob Zeittafeln, baum- oder flussartige Graphiken oder schließlich lineare Zeitleisten – es entwickelt sich ein eindrucksvolles Panorama der Visualisierung von Informationen. Thomas Rahlf ist begeistert.

Daniel Rosenberg/Anthony Grafton Die Zeit in Karten. Eine Bilderreise durch die Geschichte (Zabern)

Als „Wunschkindpille“ bezeichnete die DDR, in bewusster Abgrenzung von der westdeutschen „Anti-Baby-Pille“, ihr Kontrazeptivum, das 1965 auf den Markt kam. Die offizielle Seite pries den großen Schritt zur Gleichberechtigung der Frau, während die Frauen die bewusste Ablehnung der Pille auch als Akt der Selbstbehauptung gegen den Staat interpretieren konnten, betont Gunilla Budde.

Annette Leo/Christian König Wie „Wunschkindpille“. Weibliche Erfahrung und staatliche Geburtenpolitik in der DDR (Wallstein)

Als ewiger Widersacher Luthers ist Thomas Müntzer in die Geschichte eingegangen, wollte er doch eine gerechte Gesellschaft schon im Diesseits errichten, wenn nötig, mit Gewalt. Das hätte man gerne vom Autor der Biographie Hans-Jürgen Goertz kritischer kommentiert sehen wollen, meint Heike Talkenberger.

Hans-Jürgen Goertz Thomas Müntzer. Revolutionär am Ende der Zeiten. Eine Biographie. (C.H. Beck)

Steffen Martus zeigt sehr eindrücklich, dass Aufklärung nicht nur ein philosophisches Konzept war, sondern auch als gelebte Praxis den Alltag durchdrang, lobt Heike Talkenberger. Ob Universität oder Bürgergesellschaft, Fürstenhof oder Medienöffentlichkeit, alles konnte von Gedanken der Aufklärung bestimmt sein.

Steffen Martus Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert. Ein Epochenbild (Rowohlt Berlin)

Eine flott geschriebene Biographie über den jüngst verstorbenen Helmut Schmidt hat Gunter Hofmann herausgebracht. Schmidts politische Karriere vom Hamburger Senator für die Polizeibehörde bis zum Bundeskanzler schildert Hofmann als Insider, der mit den Bonner Verhältnissen gut vertraut war. Von Heike Talkenberger

Gunter Hofmann Helmut Schmidt. Soldat, Kanzler, Ikone. Biographie (C.H. Beck)

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