Der Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste geht in diesem Jahr an den Berliner Autor, Film- und Theaterkritiker Gunnar Decker. Diese Wahl trafen die Juroren Friedrich Dieckmann, Sebastian Kleinschmidt und Adam Zagajewski, der Preisträger des letzten Jahres. Der mit 8.000 € dotierte Preis für Essayistik wird am 20. Mai 2016 im Akademie-Gebäude am Pariser Platz verliehen.
Decker wurde 1965 in Kühlungsborn geboren und wuchs in Bad Doberan auf. Er studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie und promovierte dort 1994 mit einer Arbeit über „Protestantische Mystik in der Unparteiischen Kirchen- und Ketzerhistorie bei Gottfried Arnold“. Seit 1995 arbeitet er als freiberuflicher Film- und Theaterkritiker, seit 1997 als Buchautor und seit 2008 als Redakteur der Zeitschrift Theater der Zeit. Er lebt in Berlin.
Buchveröffentlichungen u.a.: Kriegerdämmerung. Polemischer Versuch zu einem Porträt Ernst Jüngers (1997), Hesse-ABC (2002), Rilkes Frauen oder Die Erfindung der Liebe (2004), Gottfried Benn. Genie und Barbar (2006), Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns (2009), Vincent van Gogh. Pilgerreise zur Sonne (2009), [Georg Heym. ‚Ich, ein zerrissenes Meer‘} (2011), Hesse. Der Wanderer und sein Schatten (2012), Georg Trakl (2014), 1965. Der kurze Sommer der DDR (2015).
Die diesjährige Preisverleihung findet am Freitag, den 20. Mai, um 19 Uhr in der Akademie der Künste statt.







