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Tomas Arteaga: „Niemand soll sich am 23. April ohne Buch und ohne Rose nach Hause trauen“

LChoice, ein Startup, das schon 400 Buchhandlungen gewonnen hat, die einen einfachen Service nutzen, mit dem Kunden von überall jedes lieferbare Buch bei ihrer Buchhandlung bestellen können, hat sich zum Welttag des Buches etwas ganz Besonderes einfallen lassen:

Tomas Arteaga, Sales- und Marketingchef, hat den katalanischen Brauch, daß die Kunden am 23. April neben Buch immer auch eine Rose an ihre Lieben verschenken [mehr…], nach Deutschland importiert. Und hat dafür gesorgt, daß er mit Fleurop-Hilfe auch Rosen liefern kann. Zahlreiche Buchhandlungen machen schon mit; jetzt wäre noch eine Woche Zeit, auf den Zug aufzuspringen. Denn: „Niemand soll …“ – siehe Überschrift…

Wer sind Sie?

Tomas Arteaga

Tomas Arteaga: Das ist nicht so wichtig. Entscheidender ist, für wen ich arbeite und was unsere Firma macht. Kurioserweise tritt das allerdings diese Woche durch unsere Aktion ICH SCHENKE EIN BUCH zum Welttag des Buches etwas in den Hintergrund.

Also: Was machen Sie?

Wir wollten mit unseren LChoice-Partnern eine gemeinsame Aktion zum Welttag des Buches anschieben. Vorlage dabei diente der katalanische Brauch, bei dem die Kunden am 23. April neben Buch immer auch eine Rose an ihre Lieben verschenken. Rund um Barcelona ist das ein Festtag. Über 1,5 Millionen Bücher werden verkauft. In Spanien ist der April der zweit umsatzstärkste Monat des Jahres.
Ja, ich sage es ganz deutlich: die Idee war, das, was der Valentinstag für die Juweliere ist und Muttertag für die Blumenhändler, soll der Welttag des Buches für die Buchhändler und damit natürlich auch für die Verlage werden. Niemand soll sich trauen, am Abend des 23. April nach Hause zu kommen, ohne ein Buch und eine Rose für seine Lieben dabei zu haben.

…Rosen sind teuer

Sogar sehr teuer, aber über Fleurop haben wir dann eine Bezugsquelle für sehr hochwertige Rosen zum Großhandelspreis aufgetan. Die Buchhandlung Lehmkuhl hat allein 350 Rosen über uns bestellt. Übrigens geben wir die Rosen an unsere LChoice-Partner ohne Aufschlag weiter.

Wie ging es weiter?

Bei unserem Treffen mit unseren Partnern Ende Januar haben dann die Gewinnerin des Deutschen Buchhandlungspreises Regina Moths von Literatur Moths, Michael Riethmüller von Ravensbuch und Sigrid Gatter von der Sendlinger Buchhandlung spontan zugesagt. Der Grundstein war gelegt.
Viele weitere Buchhandlungen sind dazu gekommen. Darüber hinaus gab es einige Rückmeldungen von Buchhandlungen, die bereits seit Jahren das katalanische Modell nachahmen.

Gab es weitere Unterstützung?

Riesen-Unterstützung von Umbreit. Umbreit stellte uns die Wannenstreuung am 8. April zur Verfügung. 2.000 „ICH SCHENKE EIN BUCH“- Plakate wurden verteilt. Sebastian Zembol von Mixtvision hilft uns bei der Finanzierung der Aktion.
Wir sind eine sehr kleine Firma, zusätzliche Unterstützung von der Verlagsseite wäre sehr, sehr willkommen. Design und Druck der Plakate, Rosenverteilung auf der Leipziger Buchmesse, PR-Aktivitäten etc. muss alles bezahlt werden.

Was hat es mit der Facebook-Seite ICH SCHENKE EIN BUCH auf sich?

Die ist gerade gestartet und soll neben konkreten Buchempfehlungen auch kreative, witzige und satirische Buchempfehlungen sammeln. Autoren wir Nele Neuhaus, Ursula Poznanski oder Sebastian Fitzek haben uns ihre Buchtipps geschickt. Noch spannender sind die Empfehlungen an Personen wie Herrn Erdogan, dem Comedian Günter Grünwald ein Buch schenken möchte mit dem Titel Über den richtigen Umgang mit Ziegen. Oder der Schauspieler Oliver Sauer, der Edward Snowden eine schön illustrierte Ausgabe von Robinson Crusoe schenken möchte, „als kleinen Dank für sein mutiges Handeln…“
Wir wollen einen kommerziellen Tag, aber an diesen Buchempfehlungen sieht man schon, dass dieser Tag sehr viel mehr ist als einfach nur eine nette Verkaufsnummer.

Was wünschen Sie sich?

Dass möglichst viele mitmachen. Es sind noch sechs Tage bis zum 23. April. Zeit genug für Buchhandlungen, sich selbst noch ein paar Rosen zu besorgen, Plakate aufzuhängen und ihre Kunden zu informieren. Plakate kann man übrigens auf unserer Webseite runterladen und selbst ausdrucken.
Darüber hinaus kann man die Facebook-Seite verlinken, selbst Buchempfehlungen posten und vielleicht sogar noch einen Newsletter an die Kunden verfassen und auf den Welttag des Buches hinweisen.
Eine PR-Agentur verschickt am Wochenbeginn noch an alle Kurzläufermedien wie Tageszeitung, Radio und TV eine weitere Mitteilung zu der ICH SCHENKE EIN BUCH-Aktion. Buchhandlungen, die Kontakt zu lokalen Medien haben, können diese natürlich auch direkt nutzen.

Was wünschen Sie sich noch?

Mehr Engagement von den Verlagen. Und spätestens nächstes Jahr eine medienwirksame „Buch und Rose“-Übergabe an eine sehr bekannte Person des öffentlichen Lebens.

Noch was?

In unserem Hauptberuf kümmern wir uns um LChoice. Eine 360-Grad Handelslösung für den stationären Buchhandel. Der Kauf über Handys und Tablets, also der mobile Kauf, wird bald zwischen 30 und 40 Prozent des eCommerce Umsatzes ausmachen. Mit dieser Lösung sind wir im Buchhandel angetreten. 400 Händler sind bereits an Bord. Je früher man aktiv dabei ist, desto weniger wird dieser Vertriebskanal von den Online Riesen besetzt.
LChoice ist aber sehr viel mehr. Verlage wie TESSLOFF, DIOGENES und BRUNNEN und viele mehr setzen LChoice auf ihren Marketing Materialien und auch in Büchern ein. Unsere Kauflinks im Netz erscheinen auf Blogger- und Autorenseiten und sogar auf ersten Verlagsseiten. Das heißt, wo immer der Kunde sich befindet, mit ein und derselben Lösung landet er immer bei seinem lokalen Buchhändler. Daher auch der Begriff ‚360-Grad‘.

Hier der Link zur Facebook Seite https://www.facebook.com/ichschenkeeinbuch/?fref=ts

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