
(c)Andreas Biesenbach
Am Freitag, dem 19. August 2016, ist Ursula Lübbe gestorben, wenige Wochen nach ihrem 94. Geburtstag am 14. Juli. Gemeinsam mit ihrem Mann Gustav H. Lübbe hat sie 1950 mit dem Kauf des Bastei Verlages die Keimzelle der heutigen Bastei Lübbe AG gelegt und an der Seite ihres 1995 gestorbenen Mannes ein großes Kapitel deutscher Verlagsgeschichte mitgeschrieben – wenn auch aus heutiger Sicht nicht unbedingt im Sinne ihres Mannes.
Nach dem Tode ihres Mannen engagierte sie sich in vielen sozialen Bereichen, gründete die Ursula Lübbe Stiftung, und wurde für ihr Engagement mehrfach ausgezeichnet: Im Jahre 1992 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, 2004 in Wien mit dem Goldenen Ehrenzeichen für ihre Verdienste um die Republik Österreich. Bis zuletzt war sie an den Vorgängen im Verlag interessiert, besuchte oft Veranstaltungen im Foyer des Verlagshause und immer auch die Frankfurter Buchmesse, um noch ein wenig von der Verlagsluft einzuatmen, die ihr zum Lebenselixier geworden war, wie es aus dem Verlag heute heißt.
Bei den Mitarbeitern dort ist noch sehr präsent: „Wir verdanken Ursula Lübbe unendlich viel und werden sie stets in bester Erinnerung behalten und ihr Lebenswerk wertschätzen. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei ihrer Familie“.