
Hauke Hückstädt, der Leiter des Literaturhauses Frankfurt am Main e.V., übernimmt zum 1. Juli 2018 das Mandat des Fachkurators der Jürgen Ponto-Stiftung für den Bereich Literatur.
In dieser Funktion soll der 1969 geborene Publizist das Kuratorium und den Vorstand der Stiftung bei allen Fragen rund um den Förderbereich Literatur beraten und die literarischen Förderprogramme betreuen. Hückstädt hat u.a. den Vorsitz bei den jährlichen Jurysitzungen zur Auswahl der Literaturpreisträger der Stiftung und benennt die weiteren, regelmäßig wechselnden Juroren.
Seit 1978 vergibt die Jürgen Ponto-Stiftung einmal im Jahr einen mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis. Er wird an junge Autorinnen und Autoren, die an ihrem ersten Buchmanuskript arbeiten und eine besondere literarische Begabung erkennen lassen, vergeben, um ihnen den Weg zu einer professionellen Karriere als Schriftsteller zu ebnen.
Seit 1977 widmet sich die rechtlich selbständige Jürgen Ponto-Stiftung dem künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. Sie unterstützt Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, bildende Kunst, Literatur und den darstellenden Künsten, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Benannt ist die in Frankfurt am Main ansässige Stiftung nach Jürgen Ponto, dem damaligen Vorstandssprecher der Dresdner Bank. Er fiel im Juli 1977 einem Anschlag der Rote Armee Fraktion zum Opfer. Die Stiftung erinnert an das Engagement Jürgen Pontos, der sich zu Lebzeiten sehr für die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler in Deutschland einsetzte. Ihr Vermögen beläuft sich auf 11,3 Millionen Euro.
Im Rahmen eines weiteren Literatur-Förderprogramms treffen sich z.B. auf Einladung der Jürgen Ponto-Stiftung zwei Mal im Jahr jeweils zehn ausgewählte Nachwuchstalente im Herrenhaus Edenkoben in der Pfalz. Unter Anleitung eines Literaturpreisträgers der Stiftung arbeiten sie dabei im Abstand von fünf Monaten jeweils für ein Wochenende an ihren Prosaprojekten.