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Umgeblättert heute: „So viel Elend auf der Welt“

Umgeblättert heute: Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Es gibt nichts, was es nicht gibt“: Wen schon sein Goldener Handschuh erschreckte, sollte vorsichtig sein: „Es gibt so viel Elend auf der Welt. Heinz Strunk schreibt es getreulich auf. Es wird immer unheimlicher.“
    Heinz Strunk, Das Teemännchen (Rowohlt)
  • „Alles soll authentizistisch bleiben“: Timur Vermes will mit seiner „Romangroteske die Migrationsdebatte abbilden, macht es sich dabei allerdings zu leicht“.
    Timur Vermes, Die Hungrigen und die Satten (Eichborn)
  • „Information ist nicht alles“: Roberto Simanowski über die digitalisierte Bildung: „Simanowskis Beobachtungen sind so bitter wie kenntnisreich.“
    Roberto Simanowski, Stumme Medien. Vom Verschwinden der Computer in Bildung und Gesellschaft (Matthes & Seitz)

  • „‚Im Kern der amerikanischen Kultur steckt Gewalt'“: Jennifer Egan im Gespräch über Literatur als unterschätzte Informationsquelle.
    Jennifer Egan, Manhattan Beach (S. Fischer)
  • „Es gibt kein Drüben“: Eine neue Biographie über Peter Hacks: „Die Biografie ist vor allem dann stark, wenn sie das ihr Liebste tut, nämlich das dichterische Werk interpretieren. Und das ist am ende ihre eigentliche Leistung: Eine Einladung, Peter Hacks möglichst unhöflich, scharfdenkend und kritisch zu lesen. Das lohnt.“
    Ronald Weber, Peter Hacks. Leben und Werk (Eulenspiegel Verlag)
  • „Und dann kommt der Kaiser zu seinem Glück zu spät“: Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp mit einem gemeinsamen „actionreichen historischen Unterhaltungskrimi“: „Da müssen zwei Autoren Lust gehabt haben, mal auf eher komplexe Charaktere, auf Glaubwürdigkeit und psychologische Tiefe zu pfeifen, zugunsten eines geschmeidig wegzulesenden Unterhaltungskrimis.“
    Matthias Wittekindt/Rainer Wittkamp, Mord im Balkanexpress (Haymon)

  • „Und morgen mit gleichem Fleiße“: Die „holzschnittartige Argumentation“ David Graebers enttäuscht bei seinem Versuch zu erklären, „warum im Manager-Feudalismus der Gegenwart die Bullshit-Jobs gedeihen“.
    David Graeber, Bullshit-Jobs. Vom wahren Sinn der Arbeit (Klett-Cotta)
  • „Die Tentakel der Himbeere“: Eckhart Nickels Roman über eine Welt, „im Schwebezustand zwischen Archaik und unheilvollem Zukunftsszenario“.
    Eckhart Nickel, Hysteria (Piper)
  • „Weißes Genre, schwarzer Zauber“: Matt Ruffs neuer „historischer Roman aus der Jim-Crow-Ära“ folgt dem Trend der Abkehr vom Whitewashing, „wie er auch bei Tom Franklins Krumme Type, krumme Type (Pulp Master) und Grant Park (Polar-Verlag) von Leonard Pitts Jr. zu studieren ist“.
    Matt Ruff, Lovecraft County (Hanser)
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