Hier finden Sie die Bücher, die in der ZEIT und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.
Die Zeit
„Ja, ich will sie alle“: Sharon Dodua Otoo lebt in zwei Sprachen und kämpft für mehr Vielfalt in der deutschen Literatur. Ein Gespräch über ihren Roman »Adas Raum«, Vor- und Nachteile des Deutschen und Wege aus dem ewigen Kreislauf von Kolonialismus und Rassismus.
- Sharon Dodua Otoo: Adas Raum (S. Fischer)
„Wohin der Stadtplan der Seele führt“: Noch einmal und mit der gebotenen Melancholie beschwört der große Romancier Patrick Modiano den Mythos des alten literarischen Paris
- Patrick Modiano: Unsichtbare Tinte (Carl Hanser)
„Die Bereitschaft für Versuch, Irrtum und Experiment“: In »Das bist du« erzählt Ulrich Peltzer von den Westberliner Jahren des Aufschubs zwischen 1978 und 1989, von Liebesschmerz, Italienflucht und endlosen Clubnächten.
- Ulrich Peltzer: Das bist du (S. Fischer)
„Wenn das der Pfähler wüsste“: In Dana Grigorceas RumänienRoman fliegt eine großbürgerliche Vampirella über die verschandelte Walachei, während korrupte ExKommunisten den DraculaErlebnispark bauen.
- Dana Grigorcea: Die nicht sterben (Penguin)
„Ein Safe Space der Sonderlinge“: Erst sieht es aus wie Ostdeutschland, und dann ist es doch die ganze Welt: In seinem Roman »Zandschower Klinken« erfindet Thomas Kunst die Avantgarde neu.
- Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp)
„Zu matt für eine gute Wut“: War das Berlin der Neunzigerjahre vielleicht einfach ein Flop?
- Rebekka Kricheldorf: Lustprinzip (Rowohlt Berlin)
„Das Wasser und die kranke Fee“: Christoph Ransmayr wirbelt in seinem pathetischen Endzeitroman »Der Fallmeister« eine ganze Menge sprachlicher Gischt auf.
- Christoph Ransmayr: Der Fallmeister (S. Fischer)
„Der Salon ist wieder geöffnet!“: Hans Pleschinski schickt seine drei Romanheldinnen auf die Suche nach dem zu Unrecht vergessenen Münchner Dichter Paul Heyse.
- Hans Pleschinski: Am Götterbaum (C. H. Beck)
„Stenografin des Seins“: Der Band »Lichtregen« übersetzt Essays und Erinnerungen der großen russischen Lyrikerin Marina Zwetajewa, die eine wahrhaftige Jahrhundertfigur gewesen ist
- Marina Zwetajewa: Lichtregen. Essays und Erinnerungen. Gesammelte Werke, Band 2 (Suhrkamp Verlag)
„Weltverdruss und Äppelwoi“: Im siebten Band seiner Autofiktion »Ortsumgehung« macht: Andreas Maier einen Bogen um das zentrale Familiengeheimnis.
- Andreas Maier: Die Städte (Suhrkamp Verlag),
„Eine vage Betroffenheit“: Amanda Lasker-Berlin versucht, von den Verbrechen der deutschen Kolonialgeschichte zu erzählen.
- Amanda Lasker-Berlin: Iva atmet (Frankfurter Verlagsanstalt)
„Das Gewissen der Kunst“: Bénédicte Savoy hat Präsident Macron beraten und die koloniale Geschichte erforscht. Ihr Buch »Afrikas Kampf um seine Kunst« befeuert jetzt die Debatten um Europas dunkle Vergangenheit. Ein Spaziergang mit der in Berlin lebenden Kunsthistorikerin
- Bénédicte Savoy: Afrikas Kampf um seine Kunst (C.H. Beck)
„Der Kuss des Bären“: Nastassja Martin erzählt eindrucksvoll von Todesgefahr und Verwandlung.
- Nastassja Martin: An das Wilde glauben (Matthes & Seitz)
„Beim Bart des Philosophen“: Platon steht am Anfang des philosophischenen Denkens. Thomas A. Slezáks monumentales Buch rekonstruiert das Werk dieses bis heute umstrittenen Denkers.
- Thomas Alexander Szlezák: Platon Meisterdenker der Antike (C.H.Beck)
„Eine glänzende Epoche“: Von Paris nach London und zurück: Julian Barnes führt in seinem Buch »Der Mann im roten Rock« durch diese Metropolen vor 1900 und erzählt von märchenhaften Salons, von Eitelkeit, Kunst, Prominenz und einem faszinierenden kulturellen Aufbruch.
- Julian Barnes: Der Mann im roten Rock (Kiepenheuer & Witsch),
„Die Kraft der Vagina-Duftkerze“: Unter dem Label Feminismus verkauft sich heute fast alles besser. Die Journalistin Beate Hausbichler behauptet nun, der Kapitalismus habe diese politische Bewegung gekapert und geschwächt.
- Beate Hausbichler: Der verkaufte Feminismus Wie aus einer politischen Bewegung ein profitables Label wurde (Residenz)
„Süße Babys, millionenschwer“: Schuld war diesmal das Kino: Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt entlarven die jugendlichen Influencer als neue mächtige Figuren des Kapitalismus
- Ole Nymoen/Wolfgang M. Schmitt: Influencer Die Ideologie der Werbekörper (Suhrkamp)
„Achtet was wächst!“: Der Biologe Stefano Mancuso kämpft für die Rechte der Pflanzen, ignoriert aber leider die Philosophie der Natur
- Stefano Mancuso: Die Pflanzen und ihre Rechte Eine Charta zur Erhaltung unserer Natur (Klett-Cotta)
„Viereinhalb metallische Oktaven“: Vom Arbeiterkind zum »Vorzeige-Homo des Heavy Metal«: Rob Halford, Sänger von Judas Priest, hat seine Autobiografie geschrieben – mit reichlich Suff, Hits und Andy Warhol in Handschellen
- Rob Halford: Ich bekenne Die Autobiografie des Sängers von Judas Priest (Heyne)
„Wo haben wir Platz auf der Welt?“: Parag Khanna prophezeit in seinem Buch »Move« ein Jahrhundert der globalen Migration für alle – und findet das gar nicht so schlimm. Ein Gespräch mit dem indisch-amerikanischen Politikwissenschaftler
- Parag Khanna: Move Das Zeitalter der Migration (Rowohlt Berlin)
Hörbuch
So klingen Landschaften: Klassische Musik im Dialog mit Roger Willemsens Texten, gelesen von Maria Schrader
- Roger Willemsen: Landschaften Eine Hommage (Zweitausendeins)
Der Freitag