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Umgeblättert heute: Ein „großartiger, trauriger Roman“ von 1971

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Der Ausstatter als Mitschöpfer“: Erstmals vollständig: Der Briefwechsel zwischen Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss und Alfred Roller in einer exzellenten Edition. „… eine ebenso kenntnisreich kommentierte wie schön gestaltete Gesamtausgabe der 173 Briefe, die jeweils zwischen Roller und einem seiner beiden Mitstreiter gewechselt worden sind.“
    Hugo von Hofmannsthal, Alfred Roller und Richard Strauss, „Mit dir keine Oper zu lang … “. Briefwechsel. (Hrsg. von Christiane Mühlegger-Henhapel und Ursula Renner; Benevento Verlag)
  • „Ein Bild des Künstlers im Spiegel seiner Fans“: Viel Bewunderung, wenig Einsichten: Ein Band versammelt bunt gemischte Gespräche über Erinnerungen an Erlebnisse mit Bob Dylan. „Ihre Grundidee hat Charme. (…) Am Ende aber legt man diese Sammlung von achtzehn Interviews frustriert zur Seite. Denn der Sprung von der Zeitung ins Buch ist größer, als die beiden Autoren meinten. Das liegt auch daran, dass die meisten ihrer Gesprächspartner kaum Substanzielles zu sagen haben.“
    Stefan Aust und Martin Scholz, Forever Young. Unsere Geschichte mit Bob Dylan (Hoffmann und Campe)
  • „Schwarze Stimmen“: Neue Anthologie über vierhundert Jahre afroamerikanische Erfahrung. „Dieses klug komponierte Lesebuch bietet einen vorzüglichen und originellen Einstieg in die Geschichte Afroamerikas.“
    „Four Hundred Souls“. A Community History of African America. 1619–2019 (Hrsg. von Ibram X. Kendi und Keisha N. Blain; One World)

  • „Kein Wettbewerb in moralischer Schönheit“: Weil der Biograf Blake Bailey des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde, hat sein Verlag die autorisierte Lebensgeschichte von Philip Roth aus dem Programm genommen. Was entgeht uns da? „So gut, so flott, so aufschlussreich sich dieses Wunderwerk einer positivistischen Biografie liest, sie weiß so gut wie nichts zum Autor Philip Roth zu sagen (…)“
  • „Ein Leben reicht nicht“: Ein Buch, für das alle Genrebegriffe zu einfach sind: Isabela Figueiredos Die Dicke. „So ungewöhnlich wie sich die Erzählstruktur und Figurenzeichnung in Die Dicke lesen, fragt man sich doch immer wieder, worin genau bei diesem zweiten Buch der Gewinn der Fiktionalisierung liegt.“
    Isabela Figueiredo, Die Dicke (Weidle)

Kinder- und Jugendliteratur

  • „Fang die Traumbälle auf“: Nikola Huppertz beschwört in Schön wie die Acht die Magie der Mathematik und Lyrik. „Diese Geschichten zeichnet Nikola Huppertz einfühlsam und klug nach. Die Zahlen geben den sicheren Grund, um Schritt für Schritt weiterzugehen, dorthin, wo es wehtut, und wo die Grenze zwischen richtig und falsch fließend ist.“
    Nikola Huppertz, Schön wie die Acht (Tulipan)
  • „Gesunkene Schiffe kommen aus den Wellen“: Ein bisschen Widerstand gegen den Schlendrian gibt es auf jeder Seite in Henning Wagenbreths Graphic Novel Rückwärtsland. „In Henning Wagenbreths „Rückwärtsland“ gibt es viel zu lachen, aber auch manches zum Nachdenken, denn es werden nicht einfach nur Wörter und Geschichten rückwärts gelesen.“
    Henning Wagenbreth, Rückwärtsland (Peter Hammer Verlag)
  • „Der Rabe Thursday“: Wie zwei Jungen auf einem einsamen Küstenstreifen in Alaska überleben.
    Iain Lawrence, Skeleton Tree. Nur die Wilden überleben (Freies Geistesleben)
  • „Durchs dunkle Tal“: Schamanismus im Polizeidienst – Elisabeth Herrmanns neuer Thriller. „Das große Verbrechen aber ist die Landnahme, als das offene Land Privateigentum wurde, in den Hexenprozessen der Gegend, fast hundert Menschen starben auf dem Scheiterhaufen. Hier gewinnt das Buch von Elisabeth Herrmann, ihr sechster Jugendthriller, eine atemraubende politische Dimension – es gilt, die Unschuld zu schützen, eines Landes, seiner Jugend.“
    Elisabeth Herrmann, Ravna. Tod in der Arktis (cbj)

  • „Alte Menschen im Hotel“: Ein großartiger, trauriger Roman von 1971. /Elizabeth Taylor: Mrs. Palfrey im Claremont (Dörlemann)
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