Mit dem Titel Die Überlebenden (dtv) hat Alex Schulman für seinen ersten Roman nicht übertrieben: Die Geschichte dreier Brüder, die nach Jahrzehnten noch einmal an den Ferienort ihrer Kindheit fahren, um die Asche ihrer Mutter zu zerstreuen und sich dort endlich dem Trauma ihrer Kindheit stellen, ist absolut markerschütternd. Nicht mehr, aber auch nicht
weniger. Und noch ein Beispiel dafür, wie haargenau Kinder wahrnehmen, wie Eltern sich zu ihnen verhalten und was zwischen Vater und Mutter so abläuft, hat mich beeindruckt: In minutiös beobachteten und ohne ein Wort zuviel formulierten Bildern entwickelt Janina Hecht in In diesen Sommern (C.H.Beck) ein familiäres Debakel, das wahrscheinlich gar nicht so selten ist, aber dadurch nicht weniger dramatisch – vor allem aus der Sicht von Kindern.
Bücher und Autor:innen in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“
Um diese Buchgeschichten geht es im Feuilleton der kommenden „FAS“: Schmelzwasser in der Dämmerung Der neue Roman von Berit Glanz ist eine Hommage an Island und ein abenteuerliches Spiel mit