Home > Bücher in den Medien > Umgeblättert heute: „Die Auswahl der Besten“

Umgeblättert heute: „Die Auswahl der Besten“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

 

  • „Ein Zuviel an Gegenwart“: So muss es doch wohl gewesen sein: Peter Geimer sieht sich an, wie historische Ereignisse zu Bildern werden. „Peter Geimer erinnert in seinem lesenswerten Buch bereits jetzt daran, dass zukünftig wohl nichts so gegenwärtig sein wird wie die Vergangenheit.“
    Peter Geimer, Die Farben der Vergangenheit. Wie Geschichte zu Bildern wird (C.H. Beck Verlag)
  • „Mit Bestimmtheit auf das Grundgesetz zu“: Alexander Thiele legt eine flott geschriebene Einführung in die Verfassungsgeschichte der Neuzeit vor. „Alexander Thiele hat ein gut lesbares Schulbuch für erwachsene Leser vorgelegt. Es ist kein substanzieller Beitrag zur Verfassungsgeschichte, aber eine dem Zeitgeist entsprechende Einstiegslektüre.“
    Alexander Thiele, Der konstituierte Staat. Eine Verfassungsgeschichte der Neuzeit (Campus Verlag)
  • „Vom Innenleben sehen wir einmal ab“: Der „Wiener Kreis“ und seine Folgen: eine Edition nachgelassener Texte von Rudolf Carnap beginnt mit Tagebüchern der Jahre 1908 bis 1935. „Mit der Edition seiner Tagebücher tritt ihr Herausgeber Christian Damböck an, eine ‚Neubewertung‘ von Carnaps Werk in die Wege zu leiten, wie er in der Einleitung schreibt.“
    Rudolf Carnap, Tagebücher Band 1: 1908–1919; Tagebücher Band 2: 1920–1935 (hrsg. von Christian Damböck; Felix Meiner Verlag)

  • „Auf dem Weg ins Ungewisse“: Peter Sís erzählt und illustriert die Geschichte des jungen Engländers Nicholas Winton, der 1939 jüdische Kinder aus der Tschechoslowakei nach England bringt und sie so rettet. „Natürlich würde die Geschichte auch als literarischer Text die Augen öffnen und zu Herzen gehen. Die einzigartige Kunst des Illustrators besteht jedoch darin, in einer schier unglaublichen Komposition aus filigraner Tuschzeichnung, Aquarellierung, Kreidemalerei und Handschriften einen fantastischen Bilderkosmos zu schaffen. Er verknüpft dabei den Mikrokosmos eines Menschenkindes mit dem Makrokosmos der gesellschaftlichen Kräfte, die auf das Individuum einwirken.“
    Peter Sís, Nicky & Vera. Ein stiller Held des Holocaust und die Kinder, die er rettete (aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit; Gerstenberg)
  • „Feuerstern am Firmament“: Alles über den rätselhaften Planeten Mars. „Längst haben Raumsonden den nach dem römischen Kriegsgott benannten Erdnachbarn als eiskalte und staubtrockene Einöde mit dünner Luft entzaubert. Dennoch steht der Himmelskörper noch heute im Fokus der Forschung. Dies zeigt eindrücklich das Buch Der Mars, das als Band 144 in der seit den frühen 60er-Jahren erfolgreichen Reihe ‚Was ist was‘ erschienen ist. Darin finden junge Leserinnen und Leser eine Fülle an Fakten rund um den Planeten.“
    Manfred Baur, Der Mars. Aufbruch zum Roten Planeten (Tessloff)
  • „6122 Plastikbecher pro Kopf“: Statistiken erklären anschaulich die Klimakrise. „Raffiniert und extrem aufwendig in Vorarbeiten und Ausführung ist das, was sich das Autorenteam hat einfallen lassen, um diese Krise unserer Zeit sichtbar zu machen. Wie der Untertitel ‚Erstaunliche Grafiken über Klima und Umwelt‘ schon andeutet, wird in 51 Infografiken das Zahlenmaterial zu Klima und Umwelt durchleuchtet.“
    Ole Häntzschel / Matthias Stolz, Wie viel Regenwald passt auf dieses Brot? Erstaunliche Grafiken über Klima und Umwelt (Tessloff)
  • „Muscheln, Münzen, Bitcoins“: In seinem Comic zeigt Vitali Konstantinov, was Geld anrichten kann. „Distanzierte Ironie, leicht antikapitalistisch angehaucht, zieht sich durch das ganze Buch, durch Wimmelbilder und Sprechblasen. Das ist kein Fehler. Geld ist zwar eine ernste Angelegenheit, aber man muss nicht unbedingt todernst davon erzählen, auch wenn man ein wenig dem systemkritischen Zeitgeist folgt.“
    Vitali Konstantinov, Alles Geld der Welt (Gerstenberg)
  • „Die Auswahl der Besten“: Nominierungsliste Jugendliteraturpreis 2022

BILDERBUCH

Pete Oswald: Berg. Ein Tag mit Papa. von Hacht. (ab 3)

Emma Adbåge: Unsere Grube. Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Beltz & Gelberg. (ab 4)

Susanna Mattiangeli (Text), Vessela Nikolova (Illustration): Ein Museumstag. Aus dem Italienischen von Lucia Zamolo. Bohem. (ab 4)

Kristin Roskifte: Alle zählen. Aus dem Norwegischen von Maike Dörries. Gerstenberg. (ab 5)

Johanna Schaible: Es war einmal und wird noch lange sein. Hanser. (ab 5)

Jordan Scott (Text), Sydney Smith (Illustration): Ich bin wie der Fluss. Aus dem Englischen von Bernadette Ott. Aladin. (ab 5)

KINDERBUCH

Saša Stanišić (Text), Katja Spitzer (Illustration): Hey, hey, hey, Taxi! mairisch. (ab 6)

Nikola Huppertz (Text), Barbara Jung (Illustration): Schön wie die Acht. Tulipan. (ab 10)

Jenny Jägerfeld: Mein geniales Leben. Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer. Urachhaus. (ab 10)

Marie Pavlenko: Die Welt, von der ich träume. Aus dem Französischen von Cornelia Panzacchi. Thienemann. (ab 10)

Ali Benjamin: Die Suche nach Paulie Fink. Aus dem Englischen von Jessika Komina und Sandra Knuffinke. Hanser. (ab 11)

Sarah Michaela Orlovský: Eine halbe Banane und die Ordnung der Welt. Tyrolia. (ab 11)

JUGENDBUCH

Juliane Pickel: Krummer Hund. Beltz & Gelberg. (ab 13)

Kirsten Boie: Dunkelnacht. Oetinger. (ab 14)

Joey Comeau: Malagash. Aus dem Englischen von Tobias Reußwig. Luftschacht. (ab 14)

Alison McGhee: Wie man eine Raumkapsel verlässt. Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann. dtv Reihe Hanser. (ab 12)

Paola Mendoza, Abby Sher: Sanctuary. Flucht in die Freiheit. Aus dem Englischen von Stefanie Frida Lemke. Carlsen. (ab 14)

Sarah Jäger: Die Nacht so groß wie wir. Rowohlt. (ab 15)

SACHBUCH

Alexandra Litwina (Text), Anna Desnitskaya (Illustration): Von Moskau nach Wladiwostok. Eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Aus dem Russischen von Lorenz Hoffmann und Thomas Weiler. Gerstenberg. (ab 8)

Susanna und Johannes Rieder (Text und Konzeption), Arinda Cračiun (Illustration) und Carsten Aermes (Grafik und Buchgestaltung): Hunde im Futur. Rieder. (ab 8)

Romana Romanyschyn (Text), Andrij Lessiw (Illustration): Sehen. Aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe. Gerstenberg. (ab 8)

Isabel Pin: Damals der Dodo. Vom Aussterben und Überleben der Arten. Aus dem Französischen von Martin Zwilling. Karl Rauch. (ab 10)

Jan Paul Schutten (Text), Floor Rieder (Illustration): Das Weltall oder Das Geheimnis, wie aus nichts etwas wurde. Aus dem Niederländischen von Verena Kiefer. Gerstenberg. (ab 13)

Bianca Schaalburg: Der Duft der Kiefern. avant. (ab 14)

JUGENDJURY

Alison McGhee: Wie man eine Raumkapsel verlässt. Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann. dtv Reihe Hanser. (ab 12)

Sara Barnard: Die beste Zeit ist am Ende der Welt. Aus dem Englischen von Hanna Christine Fliedner. Arctis. (ab 14)

Kirsten Boie: Dunkelnacht. Oetinger (ab 14)

Nadia Ghulam: Agnès Rotger. Das Geheimnis meines Turbans. Aus dem Spanischen von Silke Kleemann. cbt. (ab 14)

Meredith Russo: Birthday. Eine Liebesgeschichte. Aus dem Englischen von Anne Brauner und Susanne Klein. Loewe. (ab 14)

Benedict Wells: Hard Land. Diogenes. (ab 15)

 

  • „‚Im Europa nach dem Krieg waren das keine Heldengeschichten'“: Strategien der Unterdrückung, des Überlebens – und des Verschweigens: Der Historiker Paul-Moritz Rabe im Gespräch über das wiederentdeckte Tagebuch des niederländischen NS-Zwangsarbeiters Jan Bazuin.
    Jan Bazuin, Tagebuch eines Zwangsarbeiters (a. d. Niederländ. v. Marianne Holberg; Beck)
  • „Das Ende der Welt und wie es weitergeht“: Unterwegs in László Krasznahorkais fabelhaftem Ein-Satz-Roman Herscht 07769. „Der Satz stellt den gnadenlos, nein, gleichmütig weiterfließenden Strom der Zeit nach. Man hört die Uhr ticken, wie man sie im Leben ticken hört, sobald man daran denkt. Eine Einbildung beziehungsweise ein sprachlicher Behelf, denn die Zeit braucht keine Uhr um voranzukommen, Krasznahorkai auch nicht.“
    László Krasznahorkai, Herscht 07769. Roman (a. d. Ungar. v. Heike Flemming; S. Fischer)
Anzeige
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige