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Jürgen Ponto-Stiftung vergibt Literaturförderpreis 2022 an Kim de l`Horizon

In diesem Jahr geht der mit 15.000 Euro dotierte Literaturförderpreis der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler an Kim de l`Horizon. Ausgezeichnet wird Kim de l`Horizon für seinen Debütroman Blutbuch, der am 19. Juli im DuMont Buchverlag erscheint.

„Ein Buch dieser Kraft und Härte lässt nichts und niemanden hinter sicheren Linien zurück. Kim de l`Horizon hat mit Blutbuch etwas eingelöst, das zu den großen Versprechen der Literatur gehört, ein neues Sternbild für alte Muster und erstarrte Positionen. Blutbuch verschiebt Wahrnehmungen, pulverisiert Vorurteile, entsichert das Mitgefühl. Und es folgt und bricht wie alle Kunst, die voran will, Regeln. Hier ist ein hoch aufgeladenes 300-seitiges Werk zu entdecken, von dem Kim de l`Horizon sagt, es zu schreiben hätte zehn Jahre gebraucht. Zu lesen ist es wie ein Blitzschlag. Vieles von dem, was moderne Gesellschaften jetzt gerade bis auf die Musikantenknochen durchdeklinieren, findet hier formal und inhaltlich zu überzeugenden Transformationen. In einem Moment schroff, im nächsten opulent, plötzlich vulgär, distanzlos, dann irrlichternd. Immer aber um unsere Fragen kreisend nach Selbstbestimmung, nach Privatheit, nach unseren Körpern, nach Herkunft, Fügung, Vorbestimmung, Familie, Sex und Verzeihung“, heißt es in der Begründung der Jury, bestehend aus dem Fachkurator der Jürgen Ponto-Stiftung Hauke Hückstädt, der Autorin Elisa Diallo und der F.A.Z.-Feuilletonistin Melanie Mühl.

Der Preis wird am 3. November  im Literaturhaus in Frankfurt am Main verliehen.

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