
„Ulrich Blumenbach ist“, so lautet die Begründung der Jury, „seit langem für seine Anverwandlung von an die Grenzen der Übersetzbarkeit reichenden Werken englischsprachiger Autoren wie James Joyce, Jack Kerouac, Truman Capote, David Foster Wallace u.v.m. bekannt. Mit Witz legt er ein außergewöhnliches Sprachkunstwerk vor, das in seinem Assoziationsreichtum und seiner Vielstimmigkeit dem Original um nichts nachsteht. Begeistert zeigte sich die Jury von der Virtuosität, mit der Ulrich Blumenbach sich auf den verschiedensten Stil- und Sprachebenen des Werkes bewegt, das auf über 900 Seiten lyrische, komische, surreale, in wuchtiger biblischer Sprache oder auf Jiddisch verfasste Passagen, Wortspiele, innere Monologe und vieles mehr in sich vereint. Es ist ihm gelungen, dieses in der Geschichte des Holocaust und der jüdischen Kultur wurzelnde Meisterwerk in all seinen Facetten auf Deutsch lebendig werden zu lassen.“