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Umgeblättert heute: Ein Porträt Serhij Zhadans

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Die Welt als kleine Chronik“: Ein Fundgrube des Grotesken, Grausamen, Komischen und Banalen: Klaus Zeyringer schreibt eine Geschichte der Presse am Leitfaden der Vermischten Meldungen. „Zeyringers Geschichte der Vermischten Meldungen ist zugleich ein Abgesang. Denn dieses Genre hat seiner Einschätzung nach seine große Zeit hinter sich. In gewisser Weise sei es ein Opfer seines Erfolges geworden: Die Boulevardisierung hat mittlerweile ganze Zeitungen und Rundfunkprogramme zu Ansammlungen Vermischter Meldungen gemacht, während die sprachliche und thematische Originalität, die dieser Textform zumindest gelegentlich zu eigen war, weitgehend verschwunden ist.“

  • Klaus Zeyringer, Die Würze der Kürze. Eine kleine Geschichte der Presse anhand der Vermischten Meldungen (S. Fischer Verlag)#

„Ein bisschen Verfremdung für die Verfassung“: Den Juristen nur halb entkommen: Ein Band versammelt recht unterschiedliche Essays zum Grundgesetz. „Nicht zufällig stellt sich das typische Phänomen des Sammelbandes ein, der weniger ist als die Summe seiner Teile. Aber vielleicht ist das ein zu strenges Urteil. Hat man die Lektüre einmal begonnen, so weckt die Beliebigkeit der Beiträge die Neugierde des Le­sers, der wissen will, was jetzt noch kommt. Auf diese wohl eher ungeplante Art liest man das Ganze dann auch wieder mit Freude, gelegentlich enttäuscht, aber oft angeregt, freilich auch in der Hoffnung, dass die gute Idee eines literarischen Kommentars unserer prosaischen Verfassung an anderer Stelle noch ihre Verwirklichung finden wird.“

  • Georg M. Oswald (Hrsg.), Das Grundgesetz. Ein literarischer Kommentar. (C. H. Beck Verlag)

„Auteuil als geistige Lebensform“: Andreas Isenschmid begibt sich auf die Suche nach dem jüdischen Element in Marcel Prousts Leben und Werk. „In der Benennung von Andreas Isenschmids provokanter kleiner Studie Der Elefant im Raum – Proust und das Jüdische ist deren These vorformuliert und verweist bereits auf das größte Problem des Buchs. (…) ‚Das Jüdische‘ und ‚jüdische Gefühle‘ sind indes heikelste Begriffe, zumal Isenschmid in einer nicht jüdischen Er­fahrungswelt schreibt und sich einem Mann nähern will, der seit hundert Jahren tot ist und in seiner bezirzenden Gesprächigkeit ein genialer Verschleierer (besser noch: Entpersönlicher) seiner ans tiefste Ich rührenden Empfindungen war.“

  • Andreas Isenschmid, Der Elefant im Raum. Proust und das Jüdische (Hanser Verlag)

„‚Die Zeit der Zeichensprachenschlachten'“: Was bringt Boykott und wann stirbt das Buch? Zu Beginn der Frankfurter Buchmesse beantwortet Verleger Tom Kraushaar wichtige Fragen. „Zentral ist, dass wir weiterhin kluge und neugierige Leute haben, die die Buchwelt fasziniert und die nach einem inspirierenden intellektuellen Umfeld streben. Eben solche Leute haben die Buchbranche in den letzten Jahrzehnten getragen. Ich glaube: Sich in Videocalls gegenseitig vollzujammern, wird nicht helfen, sondern eher schaden. Die Buchmesse ist ein wichtiger Baustein dafür, dass wir solche guten Leute finden, zusammenbringen und für sie als Branche erstrebenswert bleiben.“

„Alles geteilt in Davor und Danach“: Was kann Literatur in Zeiten des Kriegs und der Krisen ausrichten? Antworten von Durs Grünbein, Katja Lange-Müller und Dirk von Petersdorff.

„Hineinhorchen in den Himmel“: Ein Porträt Serhij Zhadans, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, anhand seiner Worte und Werke.

  • Himmel über Charkiw. Nachrichten vom Überleben im Krieg (aus dem Ukrainischen von Juri Durkot, Sabine Stöhr und Claudia Dathe; Suhrkamp Verlag)
  • Warum ich nicht im Netz bin. Gedichte und Prosa aus dem Krieg (aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe und Esther Kinsky; Edition Suhrkamp)
  • Anarchy in the UKR. (aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe; Edition Suhrkamp)
  • Die Erfindung des Jazz im Donbass. Roman. (aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr; Suhrkamp) 
  • Mesopotamien. Roman. (aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe, Juri Durkot und Sabine Stöhr; Suhrkamp)
  • Internat. Roman. (aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr; Suhrkamp Verlag)

„Stöbern abgewöhnt“: Bücherkauf immer öfter über das Internet. „Der Trend ist scheinbar unaufhaltsam: Leserinnen und Leser kaufen ihre Bücher immer häufiger per Internet. Davon profitieren allerdings nicht nur große Internethändler wie Amazon, sondern auch stationäre Buchhandlungen mit Webshops. Dennoch dürfte das veränderte Kaufverhalten der Verbraucher Auswirkungen haben: Die Buchkäufe konzentrieren sich immer stärker auf Bestseller. Die Zahl der Buchhandlungen geht weiter zurück.“

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