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Umgeblättert heute: „Dass dieses Buch in Japan als einer der besten Detektivromane gilt, glaubt man bei der Lektüre sofort“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Überleben kann tödlich sein“: Jane Harpers Der Sturm spielt an der Tasmanischen See, einem berüchtigten Unterwasserfriedhof. Doch auch über Wasser lauern hier erhebliche Gefahren. „Ob Harpers Wechsel von Rowohlt zu Rütten & Loening ein Indiz ist, dass es auf dem deutschen Markt nicht mehr so gut läuft? Für die hiesige Kritik zählt Harper längst zur Kategorie Stapelware. Auch macht die hölzerne Übersetzung wenig Laune. Aber ohne Reiz ist es nicht, wie Harper versucht, ihre Schreibfähigkeiten mit jedem Buch in neue Richtungen zu dehnen, nicht jedes Mal wieder das gleiche Buch zu schreiben, was im Genre Thriller eigentlich die goldene Regel ist.“

  • Jane Harper, Der Sturm (aus dem Englischen von Matthias Frings; Rütten & Loening Verlag)

„Geschmeidige Routine“: Eine Branche geht vor die Hunde: Die Koreanerin Gu Byeong-mo führt in den Alltag einer Auftragsmörderin. „Frau mit Messer trägt im koreanischen Original den ungleich treffenderen Titel Pagwa, wörtlich übersetzt etwa ‚gequetschte Frucht‘. Er passt auf die versehrte Protagonistin, aber mindestens ebenso gut auf das große Ganze, auf das Grundprinzip des Lebens, dessen Momente wonnigster Süße immer auch ein Vorgeschmack sind auf den nahenden Verfall.“

  • Gu Byeong-Mo, Frau mit Messer. Roman. (aus dem Koreanischen von Wibke Kuhn; Ullstein Verlag)

„Kater und Bräter“: Krimis in Kürze

  • Sally McGrane, Die Hand von Odessa (Voland & Quist)
  • Matthias Wittekindt, Die rote Jawa (Kampa)
  • Volker Kutscher, Transatlantik (Piper)

„Japans Sherlock“: Seishi Yokomizo lässt seinen ungewöhnlichen Detektiv einen Mord im verschlossenen Raum lösen. Den japanischen Krimiklassiker gibt es nun auf Deutsch. „Dass dieses Buch in Japan als einer der besten Detektivromane gilt, glaubt man bei der Lektüre sofort. Das Rätsel ist so gebaut, dass den Lesern keine Fakten vorenthalten werden und trotzdem so viele falsche Fährten auf Abwege locken, damit die Auflösung spannend bleibt. Zudem stellt Yokomizo mit seinen Anspielungen auf den westlichen Krimikanon unterhaltsame Verweise her, setzt seinen Erfindungsreichtum beim Konstruieren eines unmöglich zu lösenden Falls in direkte Konkurrenz zu John Dickson Carr, Sir Arthur Conan Doyle und Agatha Christie und beweist, dass er in ihre Reihen gehört.“

  • Seishi Yokomizo, Die rätselhaften Honjin-Morde. Kriminalroman (aus dem Japanischen von Ursula Gräfe; Blumenbar Verlag)

heute nichts

„Was er nicht glauben will“: Matthias Wittekindts Manz-Fall Die rote Jawa. „Matthias Wittekindt ist vielleicht der Unaufgeregteste unter den Krimierzählern. Dies trotzdem mit vollendeten Spannungsbögen in seiner Reihe um den bereits pensionierten Manz. Wittekindt lässt ihn sich an alte Fälle erinnern, darum herum sinnieren, dabei das Sinnieren über sein Leben generell und seine Familie nicht vergessen.Im jüngsten Wittekindt-Krimi geht es sogar um den blutjungen Manz.“

  • Matthias Wittekindt, Die rote Jawa (Kampa)
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