Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
![]()
- Jules Renard, Nicht so laut, bitte! Wenn Sie die Wahrheit sagen, schreien Sie immer so. Tagebuch 1887–1909. (illustriert von Nikolaus Heidelbach; aus dem Französischen von Liselotte Ronte; Kampa Verlag)
„Im Frühjahr 1933 duftete es auch nach Blüten“: Grete Weil erzählt in ihrem aus dem Nachlass veröffentlichten Roman Der Weg zur Grenze vom NS-Terror. „Es ist mehr als nur ein kämpferisches Buch gegen den Nationalsozialismus. Ins Fiktionale versetzt, schreibt sich Grete Weil ihre Lebensgeschichte vom Leib. Die Rahmenhandlung spielt im Jahr 1936 und handelt davon, wie die jüdische Deutsche Monika Merton, getarnt als Ski-Ausflüglerin, über die Grenze nach Österreich zu fliehen versucht.“
- Grete Weil, Der Weg zur Grenze. Roman. (hrsg. und mit Nachwort von Ingvild Richardsen; Verlag C. H. Beck)
„Das ist ihr Novemberjahr“: Die dänische Autorin Solvej Balle vermisst im ersten Teil ihres auf sechs Bände ausgelegten Zyklus Über die Berechnung des Rauminhalts per Zeitschleife nicht nur den Raum, sondern auch Zeit und Geborgenheit. “ Still und ruhig erzählt er von einer Frau, deren Nähe zu einem Mann sich allmählich verliert, von der Liebe, die eben noch von eingeübten Alltagsmustern getragen wurde, der Bindung, die sich zu lockern beginnt, der Distanz, die eines Tages als solche empfunden und vergrößert wird, dem ratlosen Warten auf eine Idee, mit der sich alles wieder umkehrt.“
- Solvej Balle, Über die Berechnung des Rauminhalts I. Roman. (aus dem Dänischen von Peter Urban-Halle; Matthes & Seitz)
heute nichts
„Die Lage entzerren“: Bloß kein Gebrüll! In sympathischer Entspanntheit ordnet Friedrich Christian Delius seine Erfahrungen. „In seinem neuen Buch, das nach seinem Tod im Mai 2022 jetzt posthum erschienen ist, hat er verschiedene Aufzeichnungen zusammengestellt, deren Thema jeweils mit dem Buchstaben A beginnt.“
- Friedrich Christian Delius, „Darling, it’s Dilius!“ Erinnerungen mit großem A. (Rowohlt Berlin)