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Der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2023 geht an Karl-Ludwig Wetzig

Karl-Ludwig Wetzig

Der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2023, diesmal ausgeschrieben für die herausragende Übersetzung eines literarischen Liebesromans, geht an Karl-Ludwig Wetzig für Dein Fortsein ist Finsternis des isländischen Autors Jón Kalman Stefánsson, erschienen im Piper Verlag – einen „atmosphärisch dichten, sprachlich anspruchsvollen Roman, dessen Handlung sich über mehrere Generationen erstreckt. Es ist die große, unbedingte, fast mythisch überhöhte Liebe, die die Paare in diesem Jahrhunderttableau zusammenführt oder auseinanderbringt. Sie ist Schicksal – Glück und Verhängnis zugleich.“

 „Mit sicherem Gespür für die Register schöpft Wetzig die ganze Bandbreite der Sprache aus – von der isländischen Einödbäuerin im 19. Jahrhundert bis hin zum popkulturell geprägten Musiker der Gegenwart, von ausgelassener Komik bis hin zu bitterer Tragik, von lyrisch bis derb. Er ist den erzählerischen Finessen dieses vielschichtigen, von fein gezeichneten Protagonisten bevölkerten Romans überaus einfühlsam gerecht geworden und hat ihn in ein kraftvolles Deutsch übertragen“, heißt es im Urteil der Jury.

 Mit dem Preis würdigt die Jury auch Karl-Ludwig Wetzigs langjährige Übersetzungstätigkeit aus dem Isländischen und den skandinavischen Sprachen. Der mit 15.000 Euro dotierte Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis wird ausgeschrieben vom Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e. V., finanziert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und organisiert von der Christoph Martin Wieland-Stiftung in Biberach an der Riß, wo auch die Preisverleihung im Herbst stattfinden wird.

Der Wieland-Preis-Jury 2023 gehörten an: Dirk van Gunsteren – Übersetzer aus dem Englischen; Dr. Jutta Heinz – Goethe-Wörterbuch Tübingen, Mitglied des Wieland-Wissenschaftsrats; Lis Künzli – Übersetzerin aus dem Französischen; Miriam Mandelkow – Übersetzerin aus dem Englischen; Dr. Bettina Schulte – Kulturjournalistin.

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