Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
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„Dank gilt den waltenden Dämonen“: Mit manchen gepressten Blumen: Der Briefwechsel Ludwig Wittgensteins mit Ben Richards aus den letzten Lebensjahren des Philosophen. „Es ist kein unbekannter Wittgenstein, dem man hier begegnet. Den immer wieder von Niedergeschlagenheit geplagten, die Einsamkeit gleichzeitig suchenden und fürchtenden, die fatale Möglichkeit des Verebbens seiner philosophischen Produktivität sich vor Augen stellenden Wittgenstein, der sich Anfang 1948 noch fragt, ob er sein Buch (also die Philosophischen Untersuchungen) wird fertigstellen können, diese Aussicht aber wohl bald danach fahren lässt, bevor knapp zwei Jahre später seine Krebserkrankung diagnostiziert wird, die ihn aber nur zeitweise daran hindert, an neuen Manuskripten zu arbeiten – man kennt ihn auch aus anderen Briefen und Zeugnissen. In den Briefen an Richards kommt aber nun der Liebende der letzten Jahre hinzu.“
- „I think of you constantly with love . . .“ Briefwechsel Ludwig Wittgenstein – Ben Richards 1946–1951. (hrsg. und a. d. Englischen gemeinsam mit Gabriel Citron von Alfred Schmidt; Vorwort von Ray Monk; Haymon Verlag)
„Mit den inneren Feindbildern ist nicht viel Staat zu machen“: Folgen konservativer Verlegenheiten: Thomas Biebricher widmet sich ausführlich europäischen Entwicklungen im rechten politischen Spektrum. „Überzeugend beschreibt Biebricher, wie seit den Neunzigerjahren anstelle des äußeren Feindes des Kommunismus vielfach innere Feindbilder getreten sind: von der migrantischen, vornehmlich muslimischen Bevölkerung über die Technokraten der Europäischen Union bis zu den ‚woken‘ Kulturkämpfern an den Universitäten und in den Medien.“
- Thomas Biebricher, Mitte/Rechts. Die Internationale Krise des Konservatismus. (Suhrkamp Verlag)
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„Humor, der zu entgleisen droht“: Der Schriftsteller T. C. Boyle dokumentiert seine Erlebnisse als Zugreisender in Deutschland auf Twitter. Dann kontert die Bahn. „Der amerikanische Schriftsteller T. C. Boyle hält auf Twitter so intensiven Kontakt mit seiner Lesergemeinde, dass es einen wundern darf, wie er nebenher noch so unterhaltsame und immer ziemlich dicke Bücher schreiben kann.“
„‚Wachstum ist positiv, wenn man nur mit einem Auge schaut’“: Umweltexperte Reinhard Loske im Interview über die Ökonomie der Zukunft und das falsche Versprechen hinter dem Bruttoinlandsprodukt.
- Reinhard Loske, Ökonomie(n) mit Zukunft – Jenseits der Wachstumsillusion. (Natur + Text Rangsdorf)
„Schere, Klebstoff, farbige Filzstifte“: Sich ein Selbstbewusstsein erschreiben: Sigrid Damm als Essayistin. „Nicht anders macht es Sigrid Damm. Sie nimmt uns mit auf ihre Reisen und zeigt uns, was ihr auffällt. Sie beachtet die Einzelheiten. (…) Am beeindruckendsten sind – für mich – die Essays, in denen gescheitert wird. Da ist Goethes Versuch, Ilmenau in einen prosperierenden Industriestandort zu verwandeln. Das Bergwerk will sich nicht lohnen.“
- Sigrid Damm, Alle Wege offen. Essays. (Insel)







