Den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis 2023 hat die deutsche Autorin Valeria Gordeev gewonnen Der 3sat-Preis geht an Laura Leupi aus der Schweiz, den KELAG-Preis gewinnt der deutsch-polnische Autor Martin Piekar, der auch den BKS-Bank-Publikumspreis erhielt. Die Österreicherin Anna Felnhofer gewinnt den Deutschlandfunkpreis.
Valeria Gordeev beschreibt in ihrem Text die Putzorgie eines Neurotikers – mehr dazu in „Er putzt“. Die Jury lobte nicht nur den Text, sondern auch den Vortrag. So mancher werde nach der Lesung seine Wohnung nicht mehr mit demselben Blick sehen – mehr dazu in Jurydiskussion Valeria Gordeev.
In ihrer Laudatio sagte Insa Wilke, es sei ein Plädoyer, wenn es um Empfindlichkeit gehe. Ein Text, der Belastung begegne und sich weite, ohne beliebig zu sein: Die Autorin habe Humor und liebe, was sie tue. Aber sie wisse um ethischen Grenzen. Sie lasse ihren Text sprechen, er vermittle, was Oberflächenspannung bedeute. Gordeev zeige einen möglichen Weg aus der Gleichgültigkeit, so Insa Wilke. Gordeev sagte, der Text sei als Teil eines Romans gedacht.