Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
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„Auf Pedalen über die leere Autobahn“: Wulf Kirstens Erinnerungen an eine verschwundene Zeit zwischen Krieg und Flurbereinigung. „Man ist heute mehr denn je dankbar für jedes Stück großer lebensgesättigter Literatur. Die nachgelassene Prosa Wulf Kirstens gehört unbestreitbar dazu.“
- Wulf Kirsten, Nachtfahrt. Autobiografische Prosa aus dem Nachlass. (Ornament)
„Revision und Verdichtung“: Bodo Kirchhoff ist ein Virtuose der Novelle, und nun hat er ein weitere geschrieben: Nachtdiebe heißt sie, und sie ist die Neubearbeitung eines Romanstoffs aus dem Jahr 1993. „Das aktuelle Buch von Bodo Kirchhoff bezieht seine Kraft aus einer Verdichtung. Verdichtung nämlich von Lebenserfahrung, die für diesen Autor immer Schreiberfahrung bedeutet, Herstellung von – dichterischer – Wirklichkeit.“
- Bodo Kirchhoff, Nachtdiebe. Novelle. (Frankfurter Verlagsanstalt)
„Diese gewaltige Wut“: In seinem neuen Roman malt sich der Büchnerpreisträger Lukas Bärfuss aus, wie es sich anfühlen muss, als ungebildete Arbeiterin Abhängigkeiten nicht entkommen zu können. „Man kann sich den gesamten Roman wie eine Verteidigungsrede vor Gericht vorstellen, ein Plädoyer für die Schuldlosigkeit der Hauptfigur an einer Tat oder an Rachegedanken, von denen wir noch gar nichts wissen.“
- Lukas Bärfuss, Die Krume Brot. Roman. (Rowohlt Verlag)
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„Sanfter Sog“: Wo Thomas Mann glücklich war. „Dem Buch hat die Erdung an konkreten Textbeispielen gutgetan, auch wenn die Verquickung aus Biografie und Werk natürlich neue Probleme aufwirft, die für den Zweck dieses durchaus zur Strandlektüre geeigneten Buches aber vernachlässigbar sind.“
- Volker Weidermann, Mann vom Meer. Thomas Mann und die Liebe seines Lebens. (Kiepenheuer & Witsch)
„Die anhaltende Macht der Mörder“: Elise Garibaldi erzählt die Geschichte des Bremer Juden Carl Katz. „Nicht zuletzt der erzählerische Duktus macht dieses Buch auch und gerade für Jugendliche, die gerade damit beginnen, sich mit der Geschichte Deutschlands unter dem NS und nach dem Krieg zu befassen, zu einer hervorragenden Einführungslektüre.“
- Elise Garibaldi, Niemals genug. Die Geschichte von Carl Katz. (Edition Falkenberg)