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Umgeblättert heute: Ein irrlichterndes und zugleich deftiges Buch

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Eine Frau nach seinem Bilde: Ein diabolisch gutes Buch von einem Teufelskerl der französischen Literatur: Der Titel lautet denn auch „Den Teufel im Leibe“. Zum hundertsten Jahrestag des Erscheinens kommt es in stark erweiterter Ausgabe auf Deutsch neu heraus.“

  • Raymond Radiguet: Den Teufel im Leib. Roman.Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Mit Zeichnungen und Texten von Jean Cocteau sowie Texten von Raymond Radiguet (Pendragon Verlag)

„Als gäbe es die Erinnerung nicht: Nikolai Epplée überlegt, wie sich russische Staatsverbrechen aufarbeiten lassen.“

  • Nikolai Epplée: Die un­bequeme Vergangenheit“.Vom Umgang mitStaatsverbrechen inRussland und anderswo. Aus dem Russischen von Anselm Bühling (Suhrkamp Verlag)

„Ihr persönliches Monster: Sofia Andruchowytschs Roman beginnt mit Die Geschichte von Romana, einer Romantrilogie über die Geschichte der Ukraine, erzählt am Beispiel dreier Frauen.“

  • Sofia Andruchowytsch: Die Geschichte von Romana. Amadoka-Epos 1. Aus dem Ukrainischen von Alexander Kratochvil und Maria Weissenböck (Residenz Verlag)

Für ihre Biographie über ihre Tante Hertha Gordon-Walcher hat Regina Scheer den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse bekommen. Über ein außergewöhnliches Werk.

  • Regina Scheer: Bittere Brunnen. Hertha Gordon-Walcher und der Traum von der Revolution (Penguin Verlag)

„Alle so müde: Sich zurückziehen, mal alles ausschalten: Mieko Kawakamis Roman über eine große Sehnsucht von Generationen junger Menschen heute zeigt, wie schwierig es ist, danach wieder anzufangen mit dem Leben.“

  • Mieko Kawakami: All die Liebenden in der Nacht. Aus dem Japanischen von Katja Busson (Dumont)

„Mit der Dampframme: Michel Houellebecq legt ein irrlichterndes und zugleich deftiges Buch über seine Porno-Affäre vor. Ein Buch der Richtigstellung, der Rechtfertigung und der Rache liegt vor. Dabei scheut der Schriftsteller auch nicht davor zurück, sich in der Gefühlslage von vergewaltigten Frauen zu wähnen. Dass die Porno-Aufnahmen „gegen meinen Willen“ verbreitet werden könnten, habe auch bei ihm das schmerzhafte „Gefühl der Enteignung des eigenen Körpers“ hervorgerufen. Es hat Michel Houellebecq vermutlich gutgetan, all das unter dem Eindruck der Scham und des Zorns aufzuschreiben. Aber er hätte es nicht veröffentlichen müssen.“

  • Michel Houellebecq: Einige Monate in meinem Leben – Oktober 2022-März 2023. A. d. Franz. v. Stephan Kleiner (DuMont Buchverlag)
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