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Umgeblättert heute: „Eine große Geschichte über das Erwachsenwerden“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Wo die Seele eines Landes wohnt“: Anna Desnitskaya und Maria Bakhareva zeigen mit Märkte in aller Welt, dass ein Kinderbuch ein wunderbarer Reiseführer sein kann. Auch wenn die Verfasserinnen die vorgestellten Orte in ihrer eigenen Heimat nicht mehr besuchen können. „Märkte in aller Welt schafft es mühelos, vieles zugleich zu sein: ein Kinderbuch natürlich, aber auch ein Kochbuch, ein Reiseführer, ein Wimmelbuch und ein Coffee Table Book. Das Buch ist so dekorativ, dass es sich auf dem Sofatisch gut macht, und so handlich, dass man es problemlos mit in den Familienurlaub nehmen kann.“

  • Maria Bakhareva, Anna Desnitskaya, Märkte in aller Welt. (aus dem Russischen von Thomas Weiler; Gerstenberg)

„Kann er wirklich in die Zukunft sehen?“: Falls Julian wahrsagen kann: Was fängt er damit an? Ursula Poznanskis Jugendthriller Oracle lotet die Faszination der Vorhersagen aus. „Ursula Poznanskis Bücher sind ein Phänomen auf dem Buchmarkt für junge Leser. Seit 2010 ihr Roman Erebos erschien, hat sie in rascher Folge Titel ver­öffentlicht, die aktuelle technische oder gesellschaftliche Phänomene aufgreifen und leicht in die Zukunft weiterspinnen. Sie fragen nach einer ethischen Verantwortung für das technisch Machbare, nach der Faszination, die Drohnen, Computerspiele oder nanomedizinische Errungenschaften ausüben, nach den damit verbundenen Gefahren für die Autonomie des Menschen. Und danach, ob eine gerechte Verteilung der dadurch erlangten Vorteile an alle möglich ist.“

  • Ursula Poznanski, Oracle. Roman (Loewe Verlag)

„Dafür soll er bezahlen“: Der Mann, der ihre Mutter auf dem Gewissen hat, ist wieder draußen, und für Sonny gibt es nur ein Thema in diesen Sommerferien: Rache. Juliane Pickels Jugendroman Rattensommer erzählt von Trauer und Wut und einer ungleichen Freundschaft. „Der wirklich fesselnde Strang in Juliane Pickels sinnlicher Erzählung, in der es schimmert, schreit und stinkt wie selten in der aktuellen Jugendliteratur, ist allerdings die Geschichte einer Emanzipation: Wie Lou sich ihren Ängsten stellt, wie sie sich von der Faszination, der Liebe, den Erwartungen und dem Druck ihrer Freundin zu lösen beginnt, langsam und schmerzlich, macht Rattensommer zum Ereignis. Dass die Autorin ihre Erzählerin dabei auch die eigene Familie in den Blick nehmen lässt und schließlich sich selbst, macht das Buch zu einer großen Geschichte über das Erwachsenwerden.“

  • Juliane Pickel, Rattensommer. Roman. (Beltz & Gelberg)

„Sprachgeburt aus der Revolte“: Die Geburt der Sprache aus der Revolte: Zum Tod des Dichters Bert Papenfuß. Papenfuß war seine eigene Punk-Band, er scharte Freigeister, Anarchisten und linke Spinner um sich. Seine Texte sind Manifeste gegen jedes Establishment (…). In der Nacht zum Samstag ist Bert Papenfuß, der an Krebs erkrankt war, gestorben. Mit ihm ist der wohl größte Dichter vom Prenzlauer Berg gegangen.“

„Die Suche nach dem Kompass“: Maxim Biller erzählt in Mama Odessa von seiner Mutter, vom Schreiben und vom Schreiben seiner Mutter. „Mama Odessa, ein finster grundiertes, aber leichthändig geschriebenes Buch, erzählt von dem, worüber man nicht sprechen kann. Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schreiben. Jedenfalls kann man es versuchen.“

  • Maxim Biller, Mama Odessa (Kiepenheuer & Witsch)
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