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Umgeblättert heute: „Verblüffende Details über Bob Dylan“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Nicht wohlgeboren, aber dauerverliebt“: Der ungarische Schriftsteller Zsigmond Móricz erzählt in seinem Roman Der glückliche Mensch von einem modernen Candide. „Man weiß nicht recht, was man mit Der glückliche Mensch heute anfangen soll. Sicher ist der Roman ­literaturhistorisch von Interesse, gewiss erzählt György Joó lebendig aus seinem Leben, und fraglos trifft die Übersetzerin Timea Tankó den schelmisch-leichten Ton der Erzählung aufs Beste. Aber György Joós Geschichte erscheint uns heute von eher unterhaltendem Charakter, charmant und pittoresk.“

  • Zsigmond Móricz, Der glückliche Mensch. Roman. (aus dem Ungarischen von Timea Tankó; Guggolz Verlag)

„Wunder bleiben möglich“: Schlachtbeschreibungen: Alexander Kluge und Stefan Aust werfen einen Blick zurück nach vorn auf ein doppeltes Arbeitsleben im Dienst der informierten Gegenöffentlichkeit. „In wildem Galopp geht es immer eng an den eigenen Biographien entlang um Fragen der Medien, der Gesellschaft, der Technik und der Politik. Das ist höchst anregend. Am Gegenpol der Gleichgültigkeit ist auch der Widerspruch gefragt: die deviante Position, nicht die einfach provokative.“

  • Stefan Aust, Alexander Kluge:, „Befreit die Tatsachen von der menschlichen Gleichgültigkeit.“ Gespräche und Projekte (Piper Verlag)

„Machen wir es ruhig noch griffiger“: Doris Knechts Roman Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe vergisst erstaunlich wenig, wenn’s um Effekt geht. „Vor allem aber liest sich das Buch wie der Versuch, eine Glosse zum Roman aufzublasen, und was im Kleinen originell, klug und charmant wirken mag, verliert in der extended version an Dichte, ohne an Tiefe zu gewinnen.“

  • Doris Knecht, Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe. Roman. (Hanser Berlin)

heute nichts

„Herumhängen mit Bob Dylan“: Über den Band Mixing Up the Medicine findet man Zugang zum schier unerschöpflichen Archiv über den Musiker. „Das Bemerkenswerte am dem mit Hunderten von Bildern, Plakaten, Plattencovern, Zeitungsausschnitten, Notizen und vielem mehr vollgestopften Material und Devotionalien, die weit über Bob Dylan hinaus ein Brevier der amerikanischen Populärkultur von den späten 40er-Jahren bis heute ergeben, ist die Lusterzeugung auf ebenso überflüssige wie verblüffende Details, der man sich kaum zu entziehen vermag.“

  • M. Davidson, P. Fishel (Hrsg), Bob Dylan: Mixing Up The Medicine. (a. d. Engl. v. Pieke Biermann u.a.; Droemer)

 

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