Home > Bücher in den Medien > Umgeblättert heute: „Grenzbereich zwischen postmodernem Roman und Science-Fiction“

Umgeblättert heute: „Grenzbereich zwischen postmodernem Roman und Science-Fiction“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Noch ein Glas Mondschein“: Lutz Seiler spannt in seiner Dankesrede für den Georg-Büchner-Preis einen Bogen vom Menschenexperiment des „Woyzeck“ zum Atomzeitalter, in dem er trotz allem romantisch nach Halt sucht.

„Mit Schwert und Sturm“: Erstmals eine Frau als Ermittlerin – und was für eine: Die ehemalige Staatsanwältin Penelope Spada hat mit ihrer bewegten Vergangenheit und unsicheren Zukunft alle Anlagen zur Klassikerin. „Der Groll, ein sich lang aufstauender Ableger des Zorns, werde als Motiv unterschätzt, sagt im Roman ein Geheimdienstmitarbeiter, den Penelope anzapft, um illegal an Telefondaten zu kommen. Am Ende besticht der Roman mit seinen Überlegungen zu Verbrechen und Strafe.“

  • Gianrico Carofiglio, Groll. Krimi. (aus dem Italienischen von Verena von Koskull; Folio Verlag)

„In der Dunkelkammer der Erkenntnis“: Ein Leben ohne Gewissheiten zwischen Künstlicher und menschlicher Intelligenz: Zoë Becks neuer Roman Memoria führt in eine Zukunft, die schon begonnen hat. „Mit Memoria lehnt sich Zoë Beck in die Sphäre der Slipstream-Literatur hinein, in den Grenzbereich zwischen postmodernem Roman und Science-Fiction – wo wirklich alles passieren kann, ohne dabei die Bänder zu unserer gegenwärtigen Realität durchzuschneiden, die ihre finsteren Nahzukunftsvisionen so unendlich viel beunruhigender machen.“

  • Zoë Beck, Memoria. Thriller (Suhrkamp Verlag)

„Zitronengenever im Blut“: Helge Schneiders Kommissar ermittelt zum siebten Mal. Diesmal muss er sich mit einem Serienmörder, einer selfiebesessenen Gesellschaft und alkoholbetriebenen „Hybriden“ auseinandersetzen. „(…) Erzählfäden lässt Schneider so plötzlich enden wie Instrumental-Improvisationen beim Jazzkonzert. Die Melodie ergibt sich vielmehr aus all den subtilen Kommentaren zu den Debatten der Gegenwart, die hier in die Handlung gebettet wurden (…)“

  • Helge Schneider, Stepptanz. Kommissar Schneider versteht die Welt nicht mehr (Kiepenheuer & Witsch Verlag)

„Streifschuss“:

  • Jochen Brunow, Verdeckte Spuren (BoD)
  • Andreas Pflüger, Wie Sterben geht (Suhrkamp)
  • Jörg Juretzka, Nomade 2. Der weiße Vogel (Rotbuch)

„Nicht gut gemacht“: Die Buchhandlung „She Said“ will Solidarität zeigen – und bleibt dann einseitig. „Man sei geschockt von den jüngsten Ereignissen in Israel und Palästina, geschockt von Antisemitismus und von anti-muslimischem Rassismus, schrieb die Buchhandlung auf Instagram. ‚She Said‘ bot daher eine Auswahl an Büchern über Antisemitismus bis zu Erzählungen von ‚palästinensischem Widerstand‘ an, der Erlös solle zu hundert Prozent an die Organisation KOP-Berlin gehen, die sich gegen rassistische Polizeigewalt engagiert. (…) Dagegen wehrten sich einige Autoren und Autorinnen, mit deren Bücher auch im Instagram-Post von ‚She Said‘ für den Verkauf geworben wurde, etwa Nicholas Potter und Stefan Lauer, Herausgeber des Essaybandes Judenhass Underground.“

„Eine Geschichte der Geringsten“: Georg Büchner, meine Familie und ich: Die Rede des großen Erzählers und Lyrikers Lutz Seiler zur Verleihung des Büchner-Preises.

„‚Wir stehen am Beginn eines Zivilisationsbruchs’“: Die jüdische Schriftstellerin Deborah Feldman im Interview über die Situation der Juden und Jüdinnen in Deutschland, den Terror der Hamas und den Krieg in Gaza.
  • Deborah Feldman, Judenfetisch (Luchterhand Verlag)

„Dichter sein auf eigenem Grund“: Die Radium-Karpfen seines Urgroßvaters: Büchnerpreisträger Lutz Seiler blickt nachdenklich nach unten und zurück. Auch sonst wimmelt es von Tieren bei den Akademie-Auszeichnungen im Staatstheater Darmstadt.

Anzeige
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige