Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
„Die Schönheit von Maschendraht“: Mehr als 50.000 Kilometer jedes Jahr: Rob Hammer fährt regelmäßig quer durch die Vereinigten Staaten, um deren Pracht und Tristesse zu fotografieren. „Die meisten Fotos präsentieren zugerichtete Landschaften, deren Monumentalität und Weite angesichts der häufig in Auflösung befindlichen Infrastruktur umso besser zur Geltung kommen. Hat man in der westlichen Welt je schmucklosere Laternenpfähle und marodere Parkplätze gesehen?“
- Rob Hammer, Roadside Meditations (Kehrer Verlag)
„Impulse aus der Gegenwelt“: Entwickler brauchen Zeit: Stefan Mey sieht sich erfolgreiche Projekte im Netz abseits der Megakonzerne an. „Die von Mey untersuchten Phänomene sind divers, reichen von primär publizistischen Unternehmungen wie der Wikipedia bis hin zu Infrastruktur-, Soft- und Hardwareprojekten.“
- Stefan Mey, Der Kampf um das Internet. Wie Wikipedia, Mastodon und Co. die Tech-Giganten herausfordern. (C. H. Beck Verlag)
„Luxusherberge Lockdown“: Corona-Roman ohne das Wort „Corona“: Tim Parks reist in Hotel Milano zu den Anfängen der Pandemie.
- Tim Parks, Hotel Milano. Roman. (aus dem Englischen von Ulrike Becker; Antje Kunstmann)
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„‚Was ist der Sinn des Lebens, Peter?’“: Der Schauspieler Peter Simonischek hat vor seinem Tod mit der Autorin Saskia Jungnikl-Gossy an einem Buch gearbeitet: Kommen Sie näher ist eine persönliche Bestandsaufnahme – und ein Vermächtnis. „Simonischek ist ein sympathischer, zugänglicher Erzähler, authentisch.“
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Peter Simonischek mit Saskia Jungnikl-Gossy, Kommen Sie näher (Molden Verlag)
„Wo die Holocaust-Erfahrung neue Katastrophen verhindert“: In ihrem Buch Gewalt und Gedächtnis untersucht Mirjam Zadoff, wie weltweit an Kriege, Unrecht und Unterdrückung erinnert wird.
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Mirjam Zadoff, Gewalt und Gedächtnis. Globale Erinnerung im 21. Jahrhundert (Hanser)
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- Peter Härtling, An den Ufern meiner Stadt. Späte Gedichte. (Kiepenheuer & Witsch)
„Laber rhabarber und die Schönheit des Lebens“: Richard Fords letzter Frank-Bascombe-Roman, ist eine enorme Geschichte über ein befremdliches Land und einen sterbenden Sohn. „Der Übersetzer Frank Heibert trifft den Ton zum wiederholten Male, den Frank-Bascombe-Ton, der über viele Register verfügt und von abgeklärter Lässigkeit ist. Dass Heibert die lange nicht gehörte Wendung ‚Laber rhabarber‘ einfällt, ist vielleicht noch genialer, als die wache, unaufdringliche Umgangssprache, der er sich insgesamt bedient.“
- Richard Ford, Valentinstag. Roman. (a. d. Engl. v. Frank Heibert; Hanser Berlin)