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Umgeblättert heute: „Eine weit- und tiefgreifende Selbsterforschung“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Was vermag der Mensch in Zeiten der Krankheit?“: Zoltán Danyis Rosenroman knüpft an eine große literarische Tradition an und erzählt doch völlig neu – in grandioser Übersetzung aus dem Ungarischen von Terézia Mora. „Danyis Sprache ist von großer Musikalität, der Roman eine weit- und tiefgreifende Selbsterforschung.“

  • Zoltán Danyi, Rosenroman. Roman. (aus dem Ungarischen von Terézia Mora; Suhrkamp Verlag)

„Was gibt uns Halt?“: Der Verlag S. Fischer hat einen Monat nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober Autoren gebeten, Texte zu senden, die ihnen Trost verschaffen. Nun ist das daraus resultierende Buch da: Worte in finsteren Zeiten. „Seltsam ist die Entscheidung des Verlags, insgesamt elf Texte im eng­lischen Original abzudrucken, obwohl es in den meisten Fällen deutsche Übersetzungen gibt; Virginia Woolfs Auszug aus Zum Leuchtturm dagegen, von Cécile Wajsbrot ausgewählt, ist auf Deutsch zu lesen.“

  • Oliver Vogel, Sophie von Heppe, Maren Baier, Michael Reinfarth (Hrsg.), Worte in finsteren Zeiten (Verlag S. Fischer)

„Na dann, viel Erfolg mit der wissenschaftlichen Karriere“: Hier herrscht das Gleichstellungsparadox: Sabine Hark und Johanna Hofbauer analysieren, warum es an Universitäten oft so ungerecht zugeht. „Welche konkreten und genuin universitären – im Chemielabor sicherlich andere als im geisteswissenschaftlichen Kolloquium – Praktiken zukünftig auf dem Weg hin zu einer inklusiveren Institution eine Veränderung erfahren könnten, hätte an vielen Stellen noch stärker fokussiert werden können, da die häufig bemühten herrschaftskritischen Großbegriffe den Eigensinn der behaupteten akademischen Ausschlussmechanismen manchmal eher verdecken als näher erhellen.“

  • Sabine Hark und Johanna Hofbauer, Die ungleiche Universität. Diversität, Exzellenz und Anti-Diskriminierung (Passagen Verlag)

„Es ist ein Wahnsinn“: Stefanie Sargnagel reist in ihrem Buch nach Iowa – und beweist ihr einzigartiges Talent des lässigen, literarischen Schlenderns und Gedanken-aus-der-Hand-Fressens. „Sargnagel lädt nichts bedeutungsvoll auf, werkelt wenig manisch am Spannungsbogen, die Handlung trottet dem Alltag der beiden Frauen hinterher. Sargnagel besitzt die goldene Autorinnen-Gabe, über die alltäglichsten Dinge zu staunen, statt sie zu bewerten. Sie hält ihr USA-Bild gegen die Realität, um festzustellen, dass fast alles in Amerika genauso ist, wie man sich das vorgestellt hat.“

  • Stefanie Sargnagel, Iowa. Eine Reise nach Amerika. (Rowohlt Hundert Augen)

„‚Zum Schlagtreffen ärgerlich’“: Immer mehr Druckfehler überall? Wie schon der Satiriker Karl Kraus den Kampf dagegen mit seinem Drucker und Verleger Georg Jahoda führte, zeigt eine fabelhafte Edition ihrer Korres­pondenz. „Der Briefwechsel der beiden Männer nimmt unter denen zwischen Autoren und Verlegern eine Sonderstellung ein. Jeder Liebhaber des geschriebenen und gedruckten Wortes wird seine Eigenart zu schätzen wissen.“

  • Friedrich Pfäfflin (Hg.), Karl Kraus und Georg Jahoda. Der Satiriker und sein Drucker und Verleger (Wallstein)

„Von SZ-Autoren“: Christina Berndt über Körper und Seele. „Den Menschen in der Medizin als Ganzes zu sehen, ist nicht esoterisch: Es hilft beim Gesund­werden und -bleiben.“

  • Christina Berndt, Die Rundum-Gesund-Formel: Das Zusammenspiel von Psyche, Nerven und Immunsystem gezielt stärken (dtv)

„‚China hat sich nie europäisiert’“: Politikwissenschaftler Herfried Münkler im Interview über die neuen Ordnungsmächte der Welt, die nur scheinbare Stabilität des Kalten Krieges, die Werte des Westens und die Zukunft der EU.

  • Herfried Münkler, Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert (Rowohlt Berlin)

 

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