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Die Fachgruppenversammlung des Zwischenbuchhandels 2024

Die Mitglieder des Ausschusses für den Zwischenbuchhandel für die Amtszeit 2024-2027
Copyrights: Stephan Schierke © arvato, Alyna Wnukowsky © Libri, Ralph M. Danna © privat, Matthias Heinrich © privat, Jens Klingelhöfer © Marion Andreya, Solvey Munk © Umbreit, Christoph Schaupp © Müller – Die lila Logistik

 

Stephan Schierke (VVA), Vorsitzender des Ausschusses für den Zwischenbuchhandel und Alyna Wnulowsky (Libri), stellvertretende Vorsitzende, führten durch das Update der Logistiker:innen, das zum großen Teil von den Ergebnissen der aktuellen Logistikumfrage eingenommen wurde. Aber auch weitere Themen wurden nach der Vorstellung der neuen Mitglieder angerissen:

  • Der Text der Meldenummern für im Barsortiment vergriffene aber beim Verlag noch lieferbare Titel wurde angepasst, um im Sortiment für mehr Klarheit zu sorgen.
  • Die RFID-Technologie wollen die Zwischenbuchhändler:innen zunächst nicht einsetzen, da das Barcode-System diesen weiterhin überlegen sei.
  • Auf der Agenda stünden weiterhin die Themen Preisaufdruck auf Büchern sowie Wanne vs. Karton. Gemeinsam mit der IG Nachhaltigkeit hat der Ausschuss hierfür eine Studie beim Institut für Sustainability in Kassel in Auftrag gegeben.
  • Viele Verordnungen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder die Umstellung auf elektronische Rechnungen beschäftigen die Mitglieder des Ausschusses, ein Erfolg konnte zuletzt u.a. bei der late payment regulation erreicht werden, bei der die Buchbranche ausgenommen wurde. Beim Verpackungsgesetz habe etwa der Börsenverein hilfreich unterstützt, hob Alyna Wnukowsky hervor.
  • Die Platzierung der Logistiker:innen auf der Frankfurter Buchmesse habe sich bewährt und wurde gelobt.

Zentrale Ergebnisse der Logistikumfrage für Verlagsauslieferungen

Acht teilnehmende Auslieferungen beteiligten sich 2024 an der Logistikumfrage, die einen Umsatzwachstum von insgesamt 14,9 Prozent über 2019 ausmachte.

Die Barsortimentsquote sinke und es würden immer kleinere Mengen bestellt, erklärte Stephan Schierke. Bücher lägen im Schnitt ein Jahr bis zu ihrer Auslieferung im Lager. „Es gibt wenige Industrien, die sich so langsam drehen“, warnte Schierke aufgrund der dadurch hohen Lagerhaltungskosten. Zwar wären es inzwischen weniger Bücher, die aber auf mehr Paletten lägen, was dies noch verschlimmere, da danach abgerechnet werde. Der Absatz pro Titel sei auf die letzten fünf Jahre gesehen um über 7 Prozent gesunken auf jetzt 633 Stück pro Titel, was dramatisch wenig sei. Auch darum will der Ausschuss demnächst einen Rechner vorstellen, mit denen Verlage klassischen Auflagendruck gegenüber Print on Demand individuell und neutral prüfen können.

Fünf Prozent der Titel verlassen nach wie vor unberechnet das Lager und es gäbe sehr viele Einzelbestellungen, jedoch zur Freude von Schierke weniger Kleinpackstücke. Der gestiegene Fracht-Anteil zeuge aber auch vom Wachstum großer Marktteilnehmer:innen.

Es werde schneller und weniger remmitiert, außerdem mit eher teuren Titeln ausgewählt. Etwa zwei Drittel der zurückgeschickten Exemplare gingen in den Wiederverkauf. Erfreulich: Der Preis der berechneten ausgelieferten Titel steigt, die gestiegenen Ladenpreise schlagen damit allmählich durch.

Jens Klingelhöfer (Bookwire) stellte abschließend die Entwicklungen im Bereich der digitalen Auslieferung vor, die bei der Zahl der belieferten Händler und Verlage, sowie lieferbarer Titel konstant steigen. Er warnte aber auch angesichts der aktuellen Diskussionen zur E-Leihe nochmal, dass 50 Prozent der gelesenen E-Books geliehen werden, sodass es dies m Blick zu behalten gelte. Gratis-Aktionen bei E-Books gingen aber zumindest zurück. Außerdem stärker in den Blick genommen werden sollte das digitale Hörbuch, das zentraler Wachstumtreiber im Digitalen sei und bisher nicht in der Umfrage enthalten ist.

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