Der Aisthesis Verlag feiert am 1. September 2025 sein 40-jähriges Bestehen und damit vier Jahrzehnte geisteswissenschaftliches Publizieren – nach eigenen Angaben „unabhängig, anspruchsvoll und mit Leidenschaft“. Gegründet 1985 in Bielefeld, hat sich der Verlag mit seinem programmatischen Schwerpunkt auf Ästhetik, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften als feste Größe im deutschsprachigen Wissenschaftsbetrieb etabliert.
Der Name des Verlags – AISTHESIS, griechisch für „Wahrnehmung“ – ist dabei Programm: ›Aisthesis‹ – das ist der Anspruch, die Wahrnehmung von Kunst und Wirklichkeit durch neue Einsichten, Entdeckungen und Perspektiven zu erweitern.

„Wir verstehen Verlagstätigkeit nicht als bloßes Verwalten von Texten“, sagt Verlagsgründer und Verlagsleiter Prof. Dr. Detlev Kopp, „sondern als aktive Gestaltung intellektueller Räume. Unsere Bücher entstehen im Dialog – mit Autor:innen, Herausgeber:innen und Leser:innen. Dass wir nun seit 40 Jahren auf diese Weise publizieren dürfen, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und auch mit Stolz.“
Aisthesis stehe für sorgfältig edierte, inhaltlich fundierte und gestalterisch anspruchsvolle Bücher, für kenntnisreiche Editionen (u. a. Georg Herwegh, Georg Lukács, Heinrich Mann, Max Herrmann-Neiße) und für innovative Wissenschaft (v. a. Komparatistik, Literatur- und Medienwissenschaft). Der Verlag verfolge dabei eine klare verlegerische Linie, ohne dogmatisch zu sein – offen für neue Themen, Methoden und Stimmen, ohne auf flüchtige Trends zu setzen. Das Programm umfasst heute über 1.000 lieferbare Titel.
„Ein zentrales Anliegen bleibt die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie die Zusammenarbeit mit etablierten Stimmen der Forschung. Zahlreiche Autorinnen und Autoren begleiten den Verlag seit Jahrzehnten“, heißt es aus dem Verlag.
Zum Jubiläum gehe der Blick aber nicht nur zurück. Für die kommenden Jahre sieht Aisthesis Chancen zur Weiterentwicklung: mit verstärktem Engagement im Bereich Open Access und neuen Formaten wissenschaftlicher Kommunikation. Open Access bedeute aber keinesfalls eine Abkehr vom gedruckten Buch – im Gegenteil: „Das gedruckte Buch wird immer das Zentrum unserer verlegerischen Tätigkeit bleiben. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre – gemeinsam mit unseren Autorinnen und Autoren und selbstverständlich mit unseren Leserinnen und Lesern“, so Detlev Kopp.
Die nächste Möglichkeit, das Aisthesis-Team persönlich kennenzulernen, besteht am Verlagsstand auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober.