
Mit der Hamburger Krimiwelt hat die Hansestadt eine neue inhabergeführte Buchhandlung, die sich ganz dem Genre Krimi und Thriller verschrieben hat. Gründerin Vanessa Eggers hat ihre Buchhandlung am 22. August im Portugiesenviertel eröffnet – mitten in einem lebendigen Wohnquartier, fernab großer Einkaufsmeilen, aber in direkter Nachbarschaft zu ihren künftigen Stammkund:innen.
Eggers, ursprünglich Fotografin, entschied sich 2019 für einen beruflichen Neuanfang. Während der Corona-Jahre studierte sie Deutsche Sprache und Literatur, betreute parallel ihre drei Töchter im Homeschooling und entwickelte nach und nach die Idee zur eigenen Buchhandlung. „Krimis und Thriller sind mein Genre – ich lese leidenschaftlich gern, und es wurde immer klarer, dass ich mit einer Buchhandlung genau das verbinden könnte, was mir wichtig ist“, so Eggers im Gespräch mit BuchMarkt.
Den passenden Laden fand sie über Immobilienportale – eine rund 50 Quadratmeter große, gut sanierte Fläche mitten im Portugiesenviertel. Die Entscheidung zur Eröffnung fiel schnell: „Der Laden war fast bezugsfertig, die Lage ideal – ich musste einfach zuschlagen.“
Das Sortiment der Hamburger Krimiwelt besteht zu rund 85 Prozent aus Büchern, mit einem klaren Fokus auf Spannungsliteratur. Ergänzt wird das Angebot punktuell um andere Genres, bestellt werden kann selbstverständlich alles. Lesungen oder Veranstaltungen sind angedacht, aber zunächst möchte Eggers den Laden in Ruhe etablieren und auf Kund:innenbedürfnisse reagieren. Geöffnet ist derzeit von 10:00 bis 18:30 Uhr – Anpassungen sind möglich.
Unterstützung erhält sie von der Verbundgruppe eBuch, der sie sich früh inklusive anabel-Bezugsmodell und belami-Kasse angeschlossen hat. „Die Zusammenarbeit ist ein echter Vorteil – alles läuft über eine Plattform, das Bestellen und Remittieren ist unkompliziert, und der Austausch in der Gemeinschaft ist sehr hilfreich, gerade in der Gründungsphase.“
Bis Jahresende betreibt Eggers die Buchhandlung allein, langfristig will sie das Konzept weiterentwickeln – nicht nur sortimentsseitig, sondern auch im Hinblick auf Veranstaltungen oder lokale Kooperationen. „Ich starte bewusst ohne großes Programm – erstmal ankommen, ausprobieren, dann sehen, was funktioniert.“

