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31. ANTIQUARIA-Preis für Buchkultur 2026 geht an Rotraut Susanne Berner

Rotraut Susanne Berner (Foto: Manu Theobald)

Der Verein Buchkultur e.V., die Stadt Ludwigsburg und die Wiedeking Stiftung Stuttgart verleihen den mit 10.000 Euro dotierten Antiquaria-Preis an Rotraut Susanne Berner.

Die 1948 in Stuttgart geborene Illustratorin, Buchgestalterin und Autorin habe mit unverwechselbarem zeichnerischem Duktus ein umfangreiches Kinderbuch-OEuvre geschaffen, darunter Bestseller wie die Wimmelbücher und die Karlchen-Geschichten. Daneben entstanden zahlreiche Bilder und Umschläge für
Titel von Sylvia Plath und Luigi Malerba, Julien Green und Charles Bukowski, Helmut Eisendle und H. M. Enzensberger – „ein Kontinuum der Fülle origineller Illustrationskunst“.

Manches hat sie zu der Reihe „Die tollen Hefte“ (erst im MaroVerlag, dann in der Büchergilde Gutenberg) beigetragen, deren Herausgeber:innenschaft sie von 2013 bis 2019 übernahm. „Beispielhaft mag das Heft 11 sein, die kenntnisreich ausgewählte Anthologie „Leib- und Magengedichte von Artmann bis Zürn“ von 1996, in der sie jedem Text eine eigenwillige Grafik beigibt. Für ihre über Jahrzehnte erfolgreiche Illustrationskunst, mit der sie viele unterschiedliche Textarbeiten begleitet hat, wird Rotraut Susanne Berner der Antiquaria-Preis 2026 zuerkannt“.

Die Preisverleihung findet am 22. Januar 2026 um 20.15 Uhr im Podium der Musikhalle Ludwigsburg im Rahmen der 40. Antiquaria-Messe statt. Die Laudatio hält Martin Bauer aus der Kollegforschungsgruppe „Applied Humanities: Genealogy and Politics“, Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Aussteller:innen der ANTIQUARIA – der Antiquariatsmesse Ludwigsburg –
gründeten 1994 den Verein Buchkultur e.V. Sie vergeben seit 1995 jedes Jahr am Abend des ersten Messetages den mit 10.000 Euro dotierten „Antiquaria-Preis für Buchkultur“. Mitstifter des Preises sind die Stadt Ludwigsburg (seit 1997) und die Wiedeking Stiftung Stuttgart (ab 2017). Mit dem Preis werden Beiträge u.a. aus dem Verlagswesen, der Buchwissenschaft, der Drucktechnik sowie der Buchkunst und Schriftgraphik ausgezeichnet. Eine unabhängige Jury wählt den Preisträger bzw. die Preisträgerin aus. 2025 dabei waren Irene Ferchl, Journalistin und Autorin, Dr. Bernhard Fischer, ehemals Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs Weimar, Joachim Kalka, Übersetzer und Autor, Sabine Keune, Antiquarin, Rainer Leippold, ehemals Johannes-Gutenberg-Schule Stuttgart, Akka von Lucius, Verlegerin, Renate Schmetz, Erste Bürgermeisterin der Stadt Ludwigsburg, Daniel Osthoff, Antiquar, als Vertreter der ausstellenden Antiquar:innen der ‚Antiquaria‘.

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