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Ausschreibung zum Deutschen Preis für Nature Writing 2026

Der Deutsche Preis für Nature Writing geht 2026 in seine neunte Ausschreibungsrunde. Vergeben wird der Preis vom Verlag Matthes & Seitz Berlin in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und der Stiftung Kunst und Natur. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. Bis zum 1. März 2026 können Autorinnen und Autoren ihre Texte einreichen.

Der Deutsche Preis für Nature Writing zeichnet Autorinnen und Autoren aus, die sich in ihrem literarischen Werk auf ›Natur‹ beziehen. Der einmal jährlich vergebene Preis knüpft an die vor allem in den USA und in Großbritannien verbreitete schriftstellerische Tradition des Nature Writing an, in der sich Autorinnen und Autoren mit der Wahrnehmung von Natur, mit dem praktischen Umgang mit dem Natürlichen, mit der Reflexion über das Verhältnis von Natur und Kultur und mit der Geschichte der menschlichen Naturaneignung auseinandersetzen. Genreübergreifend findet dabei sowohl essayistisches als auch lyrisches und episches Schreiben Berücksichtigung.

Die Thematisierung von ›Natur‹ schließt die Dialektik von äußerer und innerer Natur ebenso ein wie die Auflösung der Grenzen von Kultur und Natur oder die Fragestellungen rund um die Wahrung von Naturerscheinungen und natürlichem Geschehen. Nature Writing spricht nicht von ›der Natur als solcher‹, sondern von der durch Menschen wahrgenommenen, erlebten und erkundeten Natur. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Franziska Füchsl, Levin Westermann, Ulrike Draesner, Esther Kinsky und Marion Poschmann mit dem Preis ausgezeichnet.

Die Ausschreibung

Die Auszeichnung fördert deutschsprachige bzw. auf Deutsch schreibende Autorinnen und Autoren, die mindestens ein selbstständiges literarisches Werk oder einen Text in einer Literaturzeitschrift publiziert haben (kein Selbstverlag oder Books on demand; bei Theaterstücken, Hörspielen u. dgl. Nachweis der Uraufführung). Die eingereichten Texte sollten bislang (bis zum Ende des Ausschreibungsjahres) unveröffentlicht sein. Erstmals erfolgt die Einreichung im Jahr 2026 anonymisiert. Der Einreichung sind folgende Materialien beizufügen:

A. Anonymisierte Unterlagen (eine PDF-Datei): entweder: ein Prosatext (Erzählung, Romananfang) von 30-50 Normseiten oder: 10 Gedichte oder: ein Essay von mindestens 8 Normseiten ein Exposé von max. einer Seite. Die anonymisierten Unterlagen dürfen keinen Namen, keine biografischen Hinweise und keine Danksagungen enthalten.

B. Separate Datei mit persönlichen Angaben (eine PDF-Datei): Name und Anschrift E-Mail-Adresse und Telefonnummer Kurz-Bio-Bibliografie Die Einreichungen sind ausschließlich in digitaler Form an dpnw@matthes-seitz-berlin.de zu richten. Die Ausschreibungsfrist endet mit dem 1. März 2026.

Das Umweltbundesamt wie auch die Stiftung Kunst und Natur am Standort Nantesbuch beteiligen sich am Preisgeld. Zudem ermöglicht die Stiftung Kunst und Natur der Preisträgerin oder dem Preisträger einen sechswöchigen Schreibaufenthalt in den Räumlichkeiten ihres weitläufigen Natur- und Veranstaltungsgeländes im Bayerischen Voralpenland, rund 40 km südlich von München. Weiterhin vergibt die Stiftung Kunst und Natur unter den Bewerberinnen und Bewerbern zwei Stipendien für die Teilnahme an ihrem prominent besetzten Nature Writing Seminar vom 18. bis 21. November 2026.

Die Preisverleihung findet Anfang September im Rahmen des internationalen literaturfestivals berlin im Haus der Berliner Festspiele (Schaperstraße 24, 10719 Berlin) statt.

Die Jury

In diesem Jahr setzt sich die Jury aus der Journalistin und Autorin Petra Ahne, Jean-Marie Dhur, Mitbetreiber der Kreuzberger Buchhandlung Zabriskie, dem Literatur- und Kulturwissenschaftler Steffen Richter, der Bild- und Medienwissenschaftlerin Birgit Schneider sowie dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Florian Werner zusammen.

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