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Internationaler Buchhändler:innenverband EIBF verurteilt die Festnahme von Buchhändler:innen in Hongkong

Die European and International Booksellers Federation (EIBF) verurteilt aufs Schärfste die Festnahme von Pong Yat-ming und drei Mitarbeiter:innen von Book Punch in Hongkong wegen des Vorwurfs, eine Biografie des inhaftierten pro-demokratischen Aktivisten Jimmy Lai verkauft zu haben. Das teilte der Verband in einem Offenen Brief mit. Diese Festnahme sei ein direkter Angriff auf das universelle Recht auf Zugang zu Informationen und Ideen und eine gefährliche Eskalation bei der Unterdrückung unabhängiger Stimmen und der geistigen Freiheit in Hongkong.

„Die EIBF setzt sich entschlossen für die Verteidigung des Rechts ein, Bücher zu veröffentlichen, zu verkaufen und darauf zuzugreifen, ohne Angst vor Zensur oder Verfolgung haben zu müssen. Die Festnahme von Buchhändler:innen wegen der Verbreitung von Literatur ist ein Angriff auf die Kernaufgabe der Buchhändler:innen, Zugang zu vielfältigen Ideen zu ermöglichen, sowie auf das Grundprinzip der geistigen Freiheit“, heißt es aus dem Englischen übersetzt sinngemäß.

EIBF-Präsident Fabian Paagman erklärt: „Buchhändler:innen spielen eine entscheidende Rolle in der Gesellschaft, indem sie der Öffentlichkeit Zugang zu vielfältigen Ideen, Perspektiven und Debatten verschaffen. Ihre Freiheit, ein breites Spektrum an Literatur zusammenzustellen und anzubieten, ist unerlässlich für die Förderung einer lebendigen Kulturlandschaft und einer informierten, neugierigen Gesellschaft. Die Verhaftung von Buchhändler:innen, nur weil sie Zugang zu Wissen und Literatur ermöglichen, ist ein inakzeptabler Angriff auf die geistige Freiheit. Die EIBF steht fest an der Seite all jener, die das Recht verteidigen, Bücher zu lesen, zu veröffentlichen und zu verkaufen, ohne Repressionen fürchten zu müssen.“

Die EIBF fordert daher die sofortige Freilassung der festgenommenen Buchhändler:innen und fordert die internationale Gemeinschaft nachdrücklich auf, sich uns anzuschließen, diese Maßnahmen zu verurteilen und sich solidarisch mit Buchhändler:innen und Verleger:innen weltweit zu zeigen, die wegen ihrer Arbeit Repressionen ausgesetzt sind.

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