Durch die gestrige Düsseldorfer Erklärung zur bedrohlichen Situation der unabhängigen Verlage ist bekannt geworden, dass nach dem Muster von NRW erstmals auch im Freistaat Sachsen „besondere Verlagsleistungen mit einem Sächsischen Verlagspreis ausgezeichnet werden sollen“. Das ist zwar schon im Vorjahr im Umfeld der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben worden, aber wohl über der Diskussion um die rechtsgerichten Verlage ein wenig untergegangen:
Der neue Preis wurde zusammen mit dem Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels von Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange und Wirtschaftsminister Martin Dulig ausgelobt: Damals hieß es: „Der Sächsische Verlagspreis soll dabei helfen, der Branche zu mehr Wertschätzung und öffentlicher Beachtung zu verhelfen und besondere verlegerische Leistungen bekannt zu machen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und soll in zeitlicher Nähe zum Welttag des Buches am 23. April offiziell vergeben werden“.
Die Jury besteht aus Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing und Kompanie), Prof. Dr. Thomas Bürger (Sächsische Landesbibliothek -, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden), Julia Blume (Hochschule für Graphik und Buchkunst), Janina Fleischer (LVZ, Literaturredaktion), Angelika Bock (LKG), Karin Grossmann (Sächsische Zeitung, Dresden) und Prof. Dr. Hans-Ulrich Treichel (Deutsches Literaturinstitut Leipzig).