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Zürcher Kinderbuchpreis 2018 für Kirsten Boje

Kirsten Boje in Zürich (c) Sasi Subramaniam

Kirsten Boie wurde für mit dem Zürcher Kinderbuchpreis 2018 ausgezeichnet. Die Hamburger Autorin hat den Preis für „Ein Sommer in Sommerby“ am letzten Freitag in Zürich im Rahmen des Literaturfestivals „Zürich liest“ entgegengenommen.

Somit hat auch dieses Jahr wieder ein eher stilles Buch gewonnen, eine Geschichte, welche in Zeiten von Schnelllebigkeit und digitalen Medien einen Gegenpol setzt. In der Jurybegründung heißt es: „Das Buch ist viel mehr als eine kritische Auseinandersetzung mit der digitalen Welt, es ist eine wunderbare Familiengeschichte, ein Buch über Freundschaft, über das Miteinander und ein Plädoyer für einen achtsamen Umgang mit der Natur. Dass dieses Buch nicht nur bei der erwachsenen Fachjury sondern auch beim eigentlichen Zielpublikum, den Kindern, das Rennen gemacht hat, kann als Zeichen gewertet werden, dass auch die ‘digital natives’ sich mit der raschen Entwicklung und Schnelllebigkeit der digitalen Welt kritisch auseinandersetzen, dass ihnen trotz youtube, facebook und instagram Themen wie Familie, Freundschaft und Umwelt nicht egal sind und kein digitales Medium ein gut und engagiert geschriebenes Buch ersetzen kann!“ In der Geschichte geht es um die zwölfjährige Martha und ihre jüngeren Brüder Mats und Mikkel die ihre Ferien bei ihrer Oma auf dem Land verbringen. Diese Oma ist ein bisschen seltsam: Sie wohnt allein in einem abgelegenen Haus, verkauft selbstgemachte Marmelade, hat kein Telefon und erst recht kein Internet. Aber Hühner, ein Motorboot und ein Gewehr, mit dem sie ungebetene Gäste verjagt. Als die Idylle bedroht wird, halten die Stadtkinder und ihre Oma zusammen und erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Weitere Informationen sowie ein Videointerview mit Kirsten Boie finden Sie unter www.sommerby.de.

Über den Preis: Der Kinderbuchladen Zürich, der 1970 von Jürg Schatzmann und seiner Frau Regina Vitali gegründet wurde, hatte den Zürcher Kinderbuchpreis unter dem Namen „La vache qui lit“ („Die Kuh, die liest“) von 1977 bis 2001 verliehen. 2013 wurde der Kinderbuchladen von der Baeschlin-Schuler-Buchhandlungsgruppe übernommen. Die Neuauflage der Auszeichnung erfolgte 2017 unter dem Namen Zürcher Kinderbuchpreis. Der Zürcher Kinderbuchpreis wird jährlich im Rahmen von „Zürich liest“ vergeben. Ausgezeichnet wird ein herausragendes, original deutschsprachiges Kinderbuch, dessen Text von der Idee, der Vermittlung und sprachlich außergewöhnlich, kind- und themengerecht ist. Die Preissumme beträgt 5.000 Schweizer Franken.

 

 

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