Patricia Görg erhält den Italo-Svevo-Preis 2019. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird durch mäzenatisches Engagement ermöglicht und wird seit 2001 an deutschsprachige Prosaautoren vergeben. Er will ein literarisches Werk – kein einzelnes Buch – für seinen Eigensinn und Rang ehren und fördern. Vorige Preisträger sind Jan Faktor und Zsuzsanna Gahse. Der Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg Dr. Carsten Brosda ist Schirmherr des Preises.
Die Preisverleihung am 5. Juni 2019 um 19.30 Uhr im Literaturhaus Hamburg ist öffentlich. Der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel spricht ein Grußwort. Wolfgang Hegewald hält die Laudatio. Das A-cappela-Ensemble niniwe vocal art rahmt den Abend musikalisch.
Patricia Görg, 1960 in Frankfurt am Main geboren, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Neben erzählerischer Prosa schreibt sie Essays und Hörspiele. Zuletzt erschienen Handbuch der Erfolglosen – Jahrgang zweitausendundelf (Berlin Verlag, 2012) und Glas – Eine Kunst (Die Andere Bibliothek, 2013). Patricia Görg wurde vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Förderpreis zum Schubart-Literaturpreis 2013 und einem Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung 2014.
Buchhändlerin Regina Moths, Verleger Sebastian Guggolz und Autor Wolfgang Hegewald bilden die Jury. Aus ihrer Begründung: „In Patricia Görgs Prosa zieht eine auf radikale Welt- und Menschenneugier gegründete Beobachtungsgabe alle Register, sowohl der Sprache als auch der Form. Wahrnehmungsopulenz verbindet sich mit gedanklicher Tiefenschärfe, präzise Verknappungskunst mit einem feinen Sensorium für existentielle Komik. Dass in Görgs Prosa immer auch, einer Schattenlinie gleich, ästhetische, anthropologische und gesellschaftliche Reflexionen mitlaufen, fügt ihrer Schönheit einen weiteren Reiz zu.“